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Ein Quartier füllt sich mehr und mehr mit Leben

Am Poppenbütteler Berg kam der Quartiersbeirat Ohlendiekshöhe erstmals zusammen. Spenden von Nähmaschinen willkommen

Poppenbüttel – Neues vom Poppenbütteler Berg: Anfang Mai hat sich der Quartiersbeirat Ohlendiekshöhe zu seiner konstituierenden Sitzung getroffen.

Im Beirat sind gesellschaftlich relevante Gruppen und Organisationen des Stadtteils vertreten, die sich gemeinsam mit Bewohnern des neuen Quartiers als Aufgabe gestellt haben, die positive Entwicklung Poppenbüttels und das gedeihliche Zusammenleben neuer und alteingesessener Bürger zu fördern. Seine besondere Aufgabe gewinnt der Quartiersbeirat aus dem Zuzug von bisher nahezu 500 Flüchtlingen, die in einer Unterkunft mit der Perspektive Wohnen leben, die vom städtischen Unternehmen fördern & wohnen betrieben wird (das Heimat-Echo berichtete).

Schulen, Kinder und Verkehr im Fokus

Die erste Sitzung war inhaltlich bestimmt von Berichten zur Vermietung von Wohnungen, zur Bauplanung für das Begegnungshaus – der Bauantrag ist eingereicht, im Sommer soll die Grundsteinlegung folgen –, vor allem aber zu den Auswirkungen auf die schulische Versorgungslage und zu der zu erwartenden Entwicklung angesichts des Neubezugs von mehr als 300 Wohnungen. Alle Schulleitungen Poppenbüttels waren auf der Sitzung vertreten, und ihre ­Beurteilung der Situation kann optimistisch stimmen. Übereinstimmend berichteten die Schulleitungen von Grundschule, Stadtteilschule und den beiden Gymnasien, dass sie die neuen Schüler als ­lernbereite Bereicherung ihres schulischen Alltags empfinden und Lösungen für eventuelle organisatorische Engpässe als realistisch erreichbar beurteilen.
Die in Poppenbüttel zuge­zogenen neuen Bewohner brachten in drei Bereichen Probleme zur Sprache, die in der nächsten Sitzung behandelt werden sollen. Diese betreffen zum einen den sicheren Überweg auf die nördliche Seite der Straße Poppenbütteler Berg durch die Einrichtung eines Zebrastreifens mit Druckampel, zum anderen die Ausweitung der Betriebszeiten der Buslinie 176 und schließlich die Beschleunigung des Neubaus der geplanten zweiten Kindertagesstätte am Ohlendieck. Zu ­diesen Themenbereichen wird das Quartiersmanagement Referenten von Fachbehörden und HVV einladen, von denen auf der öffentlichen Sitzung am 2. Juli Antworten auf diese Probleme erwartet werden.

Bitte um Spenden

Um Unterstützung für ein Nähprojekt bittet derweil Poppenbüttel Hilft e.V. Die vielfältigen Aktivitäten der Initiative zur Beförderung der Integra­tion sollen um ein Projekt ­erweitert werden, das der ­Hilfe zur Selbsthilfe dient. Mit Unterstützung eines aus dem Nahen Osten geflüchteten Schneiders, der jetzt in der Ohlendiekshöhe lebt, sollen Nähkurse eingerichtet werden. Zur Realisierung bittet Poppenbüttel Hilft darum, funktionsfähige Nähmaschinen zu spenden. „Die große Spendenbereitschaft im Stadt­teil, die uns bereits geholfen hat, vielen Geflüchteten Möbel und Hausrat zur Verfügung zu stellen, stimmt uns optimistisch, dass eine Realisierung auch dieses neuen Projekts auf Spendenbasis möglich sein wird“, meint Thomas Littmann, Vorsitzender des Vereins. Spendenwillige melden sich bitte über die E-Mail-Adresse sachspenden@poppenbuettel-hilft.de. (os)


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