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Senior will seine Frau erschießen und tötet sich danach selbst

Ahrensburg – Zu einem ungewöhnlichen und schlimmen Drama unter Eheleuten ist es am Sonntag, 4. März gegen 18.20 Uhr im Pflegeheim an der Straße Reeshoop gekommen. Nach Angaben der zuständigen Polizei und der Staatsanwaltschaft, „hat ein 97-jähriger Mann aus Ahrensburg im Rahmen eines Besuches bei seiner 91-jährigen Ehefrau, zunächst auf seine Frau geschossen und sich anschließend selbst erschossen. Die Ehefrau überlebte und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Ihr Zustand ist kritisch.“
Zur Tatwaffe: Darüber, ob es sich dabei um eine Pistole oder einen Revolver gehandelt hat, wollte die Lübecker Oberstaatsanwältin Dr. Ulla Hingst keine Auskunft geben: „Details zu den lebensgefährlichen Verletzungen, die die Frau erlitten hat, werden nicht bekanntgegeben. Gleiches gilt mit Blick auf die verwendete Waffe.“
Nach Angaben von Zeugen sei der Mann in einem Taxi am späteren Tatort, dem Pflegeheim, vorgefahren, nach der Tat habe er die Faustfeuerwaffe noch in den Händen gehalten. Angeblich sei die Frau schwer an Demenz erkrankt. Wie lange sie bereits in dem Heim wohnte, konnten die Beamten nicht mitteilen.
Kurz nach den Schüssen waren mehrere Polizisten zum Pflegeheim gefahren, ebenso wie Rettungswagen und zwei Notärzte. Auch aus Hamburg wurde Unterstützung angefordert. Die Kriminalpolizei Ahrensburg leitet nun die weiteren Ermittlungen. Ersten Erkenntnissen nach soll der 97-jährige Mann als Jäger registriert gewesen sein und daher legal die Waffe besessen haben. Außerdem soll sich auch bei ihm langsam eine Demenz eingeschlichen haben. Medienangaben zufolge soll sich der Ehemann, „rührend und hingebungsvoll“ um seine Frau gekümmert haben und jeden Tag in das Heim gekommen sein. So könnte diese Tat ein Anstoß sein, noch mehr und offener über würdiges Älterwerden und Altsein zu diskutieren… (büh)