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Neuer Träger gesucht - Ausgabe 02.10.2013

Haus der Jugend Volksdorf

(ed) Das Haus der Jugend am Ahrensburger Weg 14 soll entkommunalisiert werden, es wird also ein privater Träger gesucht. Die Ausschreibung ist im Internet zu lesen, Meldeschluss für eine Trägerschaft ist am 15. Oktober. Bis dahin können Institutionen mit Erfahrungen im Jugendbereich und in der Jugendarbeit ihre Bewerbung im Fachamt Jugend- und Familienhilfe, Blanka Beck, Rahlstedter Straße 151–157, 22149 Hamburg abgeben.
Interessenten müssen professionelle Kompetenzen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen nachweisen können. Erwartet wird, dass das neue Angebot der Kinder- und Jugendarbeit mit anderen Angeboten und Einrichtungen im Sozialraum abzustimmen und nachhaltig zu kooperieren ist. Gegebenenfalls müssen Kooperationen innerhalb des Hauses gestaltet werden.
Eine Schwerpunktsetzung soll auf die Altersgruppe der 10 bis 15 Jährigen erfolgen aber auch die Jungerwachsenen ab 16 Jahren sollen berücksichtigt werden. Bisherige Kooperationen mit anderen Institutionen sollen übernommen werden.
„Wir müssen Geld sparen. Wir wollen aber auch so viel Jugendeinrichtungen im Bezirk aufrechterhalten, teilweise sogar neu schaffen, wie möglich“, so Anja Quast, SPD-Fraktionsvorsitzende in der Bezirksversammlung Wandsbek, „wir sehen auch den Bedarf für eine Jugendeinrichtung gerade in Volksdorf. In der Entkommunalisierung besteht die einzige Chance, ein solches Angebot für die Jugend in Volksdorf aufrecht zu erhalten. Durch Kooperationen mit anderen in Volksdorf vorhandenen Trägern eröffnen sich für einen neuen Betreiber des Hauses der Jugend viele neue Möglichkeiten. Diese Kooperationen sind Bestandteil der Ausschreibung. Der Jugendhilfeauschuss wird die Bewerbungen ab dem 15 Oktober genau prüfen und dann einen geeigneten neuen Träger wählen. Für die Volksdorfer Jugendlichen ergibt sich mit einem privaten Träger eine deutlich größere Breite an Angeboten.“
„Wir als CDU-Fraktion waren gegen diese Entkommunalisierung. Nicht, weil wir diese grundsätzlich nicht gut finden. Sondern weil sie hier in Volksdorf für die Kürzung von einem Drittel des Personals genutzt worden ist. Dieses Haus hat über 800 Quadratmeter. Und es liegen drei Schulen quasi auf demselben Gelände, die alle in den Ganztagsbetrieb wechseln und Kooperationspartner suchen. Dies mit zwei Personen zu leisten und zu bespielen, ist eigentlich kaum möglich. Ich hoffe, es finden sich Träger, die diese Aufgabe trotzdem ausfüllen möchten. Denn wir brauchen in Volksdorf dringend diese Einrichtung, und besonders an diesem Standort. Allerdings sollten dem Träger laut Ausschreibung keine Investitionsmittel mitgegeben werden. Das finde ich mehr als schwierig, wenn man sich das Haus ansieht. Das haben wir deutlich gemacht und werden darauf drängen, dass man bei einer neuen Trägerschaft auch in das Haus investiert. In Farmsen wurden bei der Entkommunalisierung mehr als 500.000 Euro in den Bau gesteckt“, so Franziska Hoppermann, CDU-Bezirksabgeordnete aus Bergstedt.