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Kürzungen für die Jugendarbeit in Volksdorf - Ausgabe 11.09.2013

Bezirksamt will die Einrichtung entkommunalisieren, ein neuer Träger erhält dann einen gekürzten Personalschlüssel

(ed) Die Ausschreibung für den Betrieb des Hauses der Jugend am Ahrensburger Weg 14 liegt jetzt vor. Gesucht wird ein privater Betreiber der Volks­dorfer Einrichtung, der der Verwaltung ein sinnvolles Konzept vorlegt. Bewerbungen sind bis zum 15 Oktober möglich.
Interessenten müssen aller­dings personelle Einschrän­kungen in Kauf nehmen. Die Stadt stellt nur noch Gelder für zwei volle Arbeitsstellen zur Verfügung. Gleichzeitig sollen die verfügbaren Mittel für Honorarkräfte um 40 Prozent gekürzt werden.
„Wir sind erschüttert, dass zum ersten Mal in Wandsbek die Ausschreibung einer Jugend­einrichtung an freie Träger nur deshalb durchgeführt wird, um Kürzungen des Senats durch­zusetzen. Hier wird die Fach­lichkeit und Jugendarbeit ignoriert und mit dem Fei­genblatt der Entkommunali­sierung begründet. Volksdorf ist ein Stadtteil mit einem weit über dem Hamburger Durch­schnitt liegenden Anteil an Kindern und Jugendlichen. Das Haus der Jugend war die einzige staatlich geförderte Jugendeinrichtung. Es hätte dringend ein Ausbau dieser Arbeit stattfinden müssen, keine Kürzung“, kritisiert Franziska Hoppermann, Fach­sprecherin für Jugendhilfe in der CDU-Fraktion der Bezirks­versammlung Wands­bek.
Abweichend von der Antwort des Senats auf eine Anfrage des Volksdorfer CDU-Bürger­schaf­ts­abgeordneten Thilo Klei­bauer geht jetzt aus der veröffentlichten Ausschreibung auch hervor, dass der neue Träger den bis 2063 laufenden Mietvertrag mit der SAGA für das Objekt als Hauptmieter übernehmen soll. Kleibauer: „Bislang war geplant, dass das Bezirksamt Hauptmieter der Räumlichkeiten bleibt. Nun soll der neue Betreiber noch zusätzliche Risiken über­nehmen. Offensichtlich ist der Bezirk nur daran interessiert, möglichst schnell die Verantwortung für das Haus der Jugend los­zu­wer­den.“