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Gute Aussichten für Haus der Jugend Volksdorf - Ausgabe 24.10.2012

Verwaltung und Politik planen eine Privatisierung. Tegelsbarg könnte profitieren

(ms) Schon seit Monaten suchen Politik und Verwaltung nach einer Möglichkeit, das Haus der Jugend am Ahrensburger Weg 14 in Volksdorf in eine freie Trägerschaft zu überführen. Jetzt teilte das Bezirksamt Wandsbek mit, dass durch Freiwerden einer Stelle in der bezirklichen Jugendarbeit ganz aktuell die Möglichkeit besteht, diesen Weg zu beschreiten. Nun könnte es sehr schnell gehen.
Die rot/grüne Koalition in der Bezirksversammlung Wandsbek sieht darin eine große Chance, einerseits die Jugendarbeit in Volksdorf durch neue Kooperationen und Synergien beispielsweise in den Bereichen Ganztagsschule und Sport neu zu beleben, andererseits personelle Ressourcen zur Verstärkung ins Haus der Jugend Tegelsbarg steuern zu können.
„Wir würden uns sehr freuen, wenn der Wandsbeker Jugendhilfeausschuss sich diesem Vorstoß der Verwaltung anschließen könnte. Hier könnten zwei Häuser der Region Alstertal/Walddörfer von einer Maßnahme profitieren”, so Anja Quast, SPD-Fraktionsvorsitzende in der Bezirksversammlung Wandsbek.
Hintergrund für diese Privatisierung ist das im Kinder- und Jugendhilfegesetz verankerte Subsidaritätsprinzip. Danach sollten alle Aufgaben der Jugendhilfe, die nicht zwingend von staatlicher Seite wahrgenommen werden müssen, auf Träger der freien Jugendhilfe übertragen werden.
Der Bezirk Wandsbek hat mit solchen privaten Trägerschaften schon einige gute Erfahrungen gemacht. Die Kooperationen mit dem Pestalozzi-Verein und der Vereinigung Duvenstedt im Max-Kramp-Haus oder mit dem CVJM Oberalster beim JuLe in Lemsahl-Mellingstedt sind gute Beispiele im Nordosten Hamburgs. In Volksdorf sind aber auch andere Partnerschaften denkbar.
Schon bald kann die Jugendarbeit am Ahrensburger Weg 14 in Volksdorf ausgeschrieben werden. Und auf der anderen Seite könnte das Haus der Jugend am Tegelsbarg von dieser Maßnahme erheblich profitieren. Dort könnte ein personeller Engpass schon bald behoben werden.