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Für Mobilität auch am Stadtrand - Ausgabe 15.01.2020

CDU will Stärkung von StadtRAD und Sharing-Diensten

Alstertal/Walddörfer – „Mobilität weiter denken, Menschen verbinden“, so ist ein Antrag übertitelt, den die CDU in der kommenden Bürgerschafts­sitzung einreichen wird.
Von Oliver Spatz
Darin heißt es, in Hamburg habe sich in den vergangenen Jahren neben dem Fahrradleihsystem StadtRAD eine „interessante Mischung“ aus weiteren Leih- und Sharing-Angeboten für Autos entwickelt. Deren Erfolg sei insbesondere in der inneren Stadt beachtlich. Äußere und weniger verdichtete Stadtteile jedoch würden spärlich bis gar nicht bedient. „Außerdem stellt die Hamburger Stadtgrenze trotz Klimadebatte, trotz der schier unbegrenzten Digitalisierungsmöglichkeiten sowie trotz der vielen Lobeshymnen auf die Zusammenarbeit in der Metropolregion auch im Jahr 2020 absurderweise immer noch ein für Rot-Grün in Hamburg unüberwindbares ­Hindernis dar“, heißt es im Antrag. Wer aber die Verkehrs- und Mobilitätswende zu einem Erfolg machen wolle, dürfe sich mit weißen Flecken und starren Stadtgrenzen nicht zufriedengeben. Daher setze sich die CDU für eine gezielte Ausweitung des Bedienungsgebiets der Leih- und Sharing-Angebote für Autos und Fahrräder auf die äußeren Stadtteile sowie eine Ausweitung über die Stadtgrenzen in unmittelbar dahinterliegende Ortschaften ein.

Optionen bieten
„Im Innenstadtbereich ist das Angebot an Bussen und Bahnen in Ordnung, wenn diese auch leider oft verspätet und überfüllt sind. In den äußeren Bereichen der Stadt, wie bei uns im Alstertal und den Walddörfern, sind Angebot und Erreichbarkeit öffentlicher Verkehrsmittel hingegen häufig ungenügend“, moniert der CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Dennis Thering. Vielen bleibe nur das private Auto. Damit Sharing/-Leih-Angebote für Autos und Fahrräder eine Alternative für die „letzte Meile“ zwischen einer Bahn- oder Bushaltestelle und der eigenen Haustür sein können, müsse deren Bedienungsgebiet in die bisher nicht erschlossenen Stadtteile sowie über die Stadtgrenzen hinaus ausgedehnt werden. „Wir fordern den rot-grünen Senat mit unserem Antrag auf, endlich für sichtbaren Fortschritt zu sorgen. Nur wenn solche Sharing-Angebote zuverlässig in der ganzen Stadt und darüber hinaus verfügbar sind, werden mehr Menschen auch außerhalb der Innenstadt überhaupt auf ihr Auto verzichten können. Ich möchte, dass wir den Menschen attraktive Angebote für den Umstieg vom eigenen Auto machen und sie nicht mit Zwängen und Verboten gängeln. Dafür sollten wir alle technischen Möglichkeiten und innovative Mobilitätsangebote wie Sharing-Plattformen auch nutzen“, so der Alstertaler Verkehrspolitiker weiter.

Und StadtRAD?
Für das 2019 neu aufgestellte Fahrradleihsystem StadtRAD Hamburg indes sind neue Standorte in Planung – wie aus einer Kleinen Anfrage des CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Thilo Kleibauer hervorgeht, nun auch im Alstertal und den Walddörfern. Im laufenden Jahr sollen neue Leihstationen am U-Bahnhof Volksdorf, am S-Bahnhof Poppenbüttel, am Poppenbüttler Markt/Harksheider Straße und am Hummelsbütteler Markt eröffnet werden. 2021 oder 2022 sollen weitere Standorte folgen: Bergstedter Markt, Duvenstedter Damm/Lohe, Lemsahler Landstraße/Huulkamp, Saseler Markt, S-Bahnhof Wellingsbüttel, Tegelsbarg/Norbert-Schmid-Platz sowie die U-Bahnhöfe Buchenkamp, Buckhorn, Meiendorfer Weg und Ohlstedt. Jede Station soll über 16 bis 20 Andockplätze für die knall­roten Drahtesel verfügen.


fdjs