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Polizeimeldung

Dealer in Meiendorf gefasst - Ausgabe 04.12.2019

Meiendorf Zivilfahnder des ­Polizeikommissariats 38 haben am Montagabend, 2. Dezember einen mutmaßlichen Drogendealer vorläufig festgenommen. Der Mann steht im Verdacht, Handel mit Betäubungsmittel in nicht geringen Mengen betrieben zu haben. Das Rauschgiftdezernat (LKA 68) hat die Ermittlungen übernommen, der Mann sitzt in Untersuchungshaft.
Die Fahnder hatten sich nach Hinweisen auf einen möglichen Betäubungsmittelhandel in den Nydamer Weg begeben. Hier wurden sie auf eine Wohnung aufmerksam, aus der heraus offenbar gedealt wurde. Die Beamten entschlossen sich, Personen zu kon­trollieren, die das Haus verließen. Zunächst wurden zwei Deutsche (25 und 27 Jahre) überprüft. Der 27-Jährige hatte 3 Gramm Marihuana bei sich. Im weiteren Verlauf wurden zwei weitere Deutsche (33 und 37 Jahre) kontrolliert. Beide hatten ebenfalls jeweils 3 Gramm Marihuana dabei.
Für die von den Fahndern lokalisierte Wohnung wurde über die Staatsanwaltschaft daraufhin ein Durchsuchungsbeschluss erwirkt. Bei der anschließenden Vollstreckung wurden die 49-jährige deutsche Wohnungsinhaberin und deren 23-jähriger Sohn angetroffen, der im Verdacht steht, als Ver­käufer fungiert zu haben. Die Beamten stellten 2,2 Kilogramm Marihuana, 790 Euro mutmaß­liches Dealgeld, eine Feinwaage, ­Verpackungsmaterial sowie bereit gehaltene Waffen wie eine Maschinenpistole ohne Schlagbolzen, eine geladene ­Schreckschusspistole, zwei Macheten, ein Tonfa, eine Stahlrute, einen Totschläger, zwei Teleskopschlagstöcke und ein Pfefferspray sicher. Im Keller fanden die Beamten zudem eine Indoor-Plantage mit Grow-Zelt, einer Abluftanlage und Reflektorlampen. Alle beweis­erheblichen Gegenstände wurden sichergestellt.
Die 49-Jährige, bei der 30 Gramm Marihuana gefunden wurden, erlitt bei dem Polizeieinsatz einen Schwächeanfall und musste kurzzeitig ärztlich behandelt werden. Der 23-jährige Deutsche wurde einem Haftrichter zugeführt, die Ermittlungen dauern an. (ri/os)