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0:1 gegen die „Rothosen“ - Ausgabe 13.11.2019

Meiendorfer SV weiter auf Abstiegsplatz. TSV Sasel mit 0:2 in Niendorf

Meiendorf Der Meiendorfer SV setzt seinen Negativlauf in der Oberliga fort. Nach dem unnötigen 0:1 (0:0) gegen die dritte Mannschaft des Hamburger Sportvereins ist der Rückstand des Tabellendrittletzten auf den 14. Rang, der im Fall eines Abstiegs von Altona 93 aus der Regionalliga notwendig ist, um die Klasse zu halten, schon auf vier Punkte angewachsen. „Wir brauchen unbedingt wieder ein Erfolgserlebnis“, sagte Trainer Baris Saglam.
Das wäre schon gegen die „Rothosen“ möglich gewesen, wenn die Meiendorfer ihre Überlegenheit in der ersten Halbzeit genutzt hätten. Mit dem reaktivierten Ex-Torjäger Andrej Blum in vorderster Reihe wirkten die Platzherren im Angriff gefährlicher als zuletzt. „Da haben wir das Spiel dominiert, gute Ballstafetten gezeigt und uns auch noch Chancen erspielt“, sagte Saglam. Aber weder Blum (3., 12.) noch Sturmpartner Tolga Tüter (22.) trafen das Tor.
Die Gäste waren da sehr viel effektiver, und der einstige Nationalspieler und aktuelle HSV-Präsident Marcell Jansen war daran maßgeblich beteiligt. Er leitete in der 50. Minute mit einem von der linken Seite in den Strafraum gechipten Ball den Siegtreffer seiner Mannschaft ein. Mitspieler Maximilian Danzer vollstreckte aus 13 Metern volley ins untere linke Eck. Saglam: „Da waren wir zu schläfrig.“
Nur wenig später aber schwächten sich die Gäste selbst: Sepher Nikroo meckerte nach einem vermeintlichen Foul an ihm so vehement, dass er zunächst Gelb und dann sogar Gelb-Rot sah. Doch in Überzahl agierten die Meiendorfer viel zu einfallslos, um etwas Zählbares zustande zu bringen. Die Platzherren versuchten es immer wieder durchs Zentrum. „Das haben wir nicht clever gelöst. Wir hätten geduldiger sein und das Spiel in die Breite ziehen müssen“, sagte Saglam. Zum Abschluss der Hinrunde erwartet die Meiendorfer nun am Freitagabend noch ein Flutlichtspiel beim Tabellensiebten TuS Osdorf (19.30 Uhr, Blomkamp).
Der TSV Sasel wird die erste Saisonhälfte dagegen trotz des 0:2 (0:1) beim Niendorfer TSV im oberen Drittel beenden – das steht schon vor der abschließenden Heimpartie am Sonntag gegen den auf Rang fünf stehenden Tabellennachbarn SC Victoria (15 Uhr, Parkweg) fest. Die Niederlage am Sachsenweg überraschte nicht, dort haben die Saseler zuletzt vor 14 Jahren gewonnen. Die Entscheidung fiel in der turbulenten Schlussphase, als der Unparteiische Florian Pötter (Voran Ohe) zunächst nach einem Foul von Torwart Todd Tuffour an Leon Meyer auf Elfmeter für den Gegner entschied und kurz darauf auch noch Ulas Dogan wegen angeblicher Schiedsrichterbeleidigung vom Platz stellte. Aus Sicht der Saseler zwei Fehlentscheidungen. Die Schuld für die Niederlage suchte Trainer Denny Zankl aber nicht beim Referee. „Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit verloren. Da fehlten uns in Tornähe die Zielstrebigkeit, insgesamt aber auch etwas Power und Energie“, sagte er.
Die Tore für den Gegner erzielten Lennart Merkle (20.) und Daniel Brückner, der den umstrittenen Strafstoß in der 89. Minute verwandelte, dem eine nicht geahndete Abseitsstellung eines Niendorfers vorausgegangen sein soll. (HA)


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