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Kritik an neuem Lärmschutzprogramm - Ausgabe 06.11.2019

Alstertal/Walddörfer Gemeinsam mit einigen Fluggesellschaften startet der Hamburger Flughafen zum 1. Dezember ein neues, freiwilliges Lärmschutzprogramm. Damit werden Lärmschutzmaßnahmen für Häuser im Nahbereich von 1.300 Metern rund um das Startbahnkreuz finanziert, die erstmals an einem Programm teilnehmen können. 1.600 Haushalte außerhalb der bestehenden gesetzlichen Schutzzonen sollen so gefördert werden.
Das Programm läuft längstens bis Anfang 2022 und gilt für Aufenthalts- und Schlafräume. Gefördert werden unter anderem der Einbau von Schallschutzfenstern und automatischen Schließeinrichtungen für Fenster sowie die Installation von Schalldämmlüftern in Schlaf- und Kinderzimmern.
Auf Kritik stößt die Ankündigung bei der CDU-­Opposition. Dennis Thering, Bürgerschafts­abgeordneter für den Wahlkreis Alstertal/Walddörfer, bezeichnet die Fluglärm­belastung der Menschen in den Einflugschneisen des Flughafens als ungebrochen hoch: „Die täglichen Verstöße gegen die Bahnbenutzungsregeln und die weiterhin hohe Zahl der verspäteten Starts und Landungen nach 23 Uhr beeinträchtigen auch bei uns im Alstertal und den Walddörfern die Lebensqualität der Betroffenen. Als CDU kämpfen wir seit Jahren für eine Verbesserung der Situation. Das jetzt vom Flughafen vorgelegte und mit dem rot-grünen Senat abgestimmte Lärmschutzprogramm ist eine einzige Enttäuschung und zeigt einmal mehr, dass SPD und Grüne noch immer nicht die hohe Belastung durch Fluglärm in Teilen des Alstertals und der Walddörfer erkannt haben. Wir fordern SPD und Grüne auf, das Fördergebiet auch auf die betroffenen Gebiete bei uns im Alstertal und den Walddörfern auszuweiten, damit auch hier die Menschen besser vor Fluglärm geschützt werden.“ (os)