Home » Die Welt durchs Bürgerauge

Sicherheitskampagne im Nordosten gestartet

Die Welt durchs Bürgerauge - Ausgabe 09.10.2019

Volksdorf – Mittwoch vergangener Woche fand der Auftakt der großflächigen Kampagne der Hamburger Polizei „In Hamburg schaut man hin“ (das Heimat-Echo berichtete) statt.

Oliver Spatz

Im Bereich des für Alstertal und Walddörfer zuständigen Polizeikommissariats 35 hatte man sich den U-Bahnhof Buchenkamp in Volksdorf ausgesucht, um verstärkt in unmittelbaren Kontakt mit den Menschen zu treten. Sechs Stunden lang suchten Beamte am Infostand das Gespräch mit Fahrgästen und vorbeikommenden Bürgern.
Die umfassende Aktion steht ganz im Zeichen der Prävention, vor allem beim Thema Einbruchssicherheit. Die Polizei ist bestrebt, die Welt und die Stadt mehr mit den Augen ihrer Bewohner zu sehen, und appelliert an Bürger, ihr Sicherheitsbedürfnis aktiv einzufordern. „Wir sind für Sie da“, wirbt der für die Volksdorfer Aktion verantwortliche Dienstgruppenleiter, Polizeioberkommissar Becker-Jostes, für Wachsamkeit – und dafür, im Verdachtsfall ohne zu zögern den Notruf 110 zu wählen. Ganz im Sinne einer „Kultur des Hinsehens und Handelns, in der die Hamburger uns bei verdächtigen Beobachtungen lieber einmal zu viel als einmal zu wenig anrufen“, wie es Polizeipräsident Ralf Martin Meyer ausdrückte. Und noch etwas soll sich ändern, wenn es nach Hamburgs oberstem Polizisten geht: Künftig sollen Hinweisgeber systematisch Rückmeldung bekommen, was mit ihrer Information passiert ist. Damit Bürger nicht mehr mutmaßen müssen, ob sich ihr Verdacht erhärtet oder in Luft aufgelöst hat.

In Kontakt kommen
Am Buchenkamp waren unter anderem die Stadtteilpolizisten Thomas Krug (Volksdorf), Marie-Luise Knabe (Sasel), Sven Meyer (Poppenbüttel-Nord), Wolfgang Schulz (Bergstedt) und Antje Warkentien (Poppenbüttel-Süd, Hummelsbüttel-Nord) präsent. Zwischendurch rief die vorrangige Dienstpflicht: Einige Beamte wurden zu aktuellen Einsätzen abgezogen. Auch Polizeirat Alexander Klinnert schaute als Stabsleiter der Region Wandsbek zu Beginn nach dem Rechten. Die wohl größte Attraktion – nicht nur, aber vor allem für Kinder – waren hoch zu Ross zwei Beamtinnen der Hamburger Reiterstaffel. Einmal im Wortsinne hautnah in Kontakt mit den kräftigen, durchaus Respekt einflößenden und erfahrenen Pferden zu kommen, das war schon etwas Besonderes.
Auch wenn mancher gehetzt auf den Bahnsteig strebte oder müde vom Arbeitstag nur nach Hause wollte: Deutlich wurde, dass viele Bürger die geballte, sichtbare Präsenz der Beamten freut. Im Laufe der nächsten neun Monate werden im Zuge der Kampagne weitere Aktionen folgen. Dazu zählen ähnliche Infostände an anderen ausgewählten Orten, auch in kleinerer Form, etwa im Alstertal-Einkaufszentrum in Poppenbüttel. Bestimmt wird auch der ein oder andere, selbstverständlich unangekündigte, Schwerpunkteinsatz geplant. Hauptsache, es dient der Sicherheit, die nun bis zum Sommer im öffentlichen Fokus steht.


fdjs fdjs