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Um die Ostsee fürs Volksdorfer Hospiz - Ausgabe 12.06.2019

Als Team 68 fahren Christina und André Machon den „Baltic Sea Circle“ mit

Volksdorf – Für den guten Zweck zu fahren, ob auf zwei oder auf vier Rädern, liegt im Trend – eine großartige Sache.
Susanne Lorenz
Rallyes versprechen Spaß und Abenteuer, können aber auch dazu beitragen, dass sinnvolle und gemeinnützige Projekte öffentliche Aufmerksamkeit und finanzielle Unterstützung erhalten. Christina und André Machon starten am kommenden Sonnabend für das Volksdorfer Diakonie-Hospiz. Die Entscheidung, die Charity Rallye „Baltic Sea Circle“, die 9. Herausforderung des SuperlativeAdventureClub. mitzufahren und die Spenden dem Hospiz und der DKMS zukommen zu lassen, die an Blutkrebs erkrankte Kinder unterstützt, fiel aus persönlichen Gründen: Vor einigen Jahren war eine Bekannte des Paares schwer erkrankt und gestorben, kompetent und liebevoll betreut und begleitet im Diakonie-Hospiz Volksdorf. Das hat die Machons sehr berührt. Natürlich aber fahren die beiden auch aus Neugier und Abenteuerlust mit und wegen der tollen Rallye-„Community“.

Strenges Reglement

Los geht es am 15. Juni, am Start sind 280 Teams. 7.500 Kilometer werden gefahren, ca. 500 Kilometer am Tag, in 16 Tagen geht es durch zehn Länder, rund um die Ostsee. Das Reglement ist strikt: Gefahren wird ganz „Old School“ in Fahrzeugen, die mindestens 20 Jahre alt sind. Weder GPS noch Navi sind erlaubt, Autobahnen dürfen nicht benutzt werden, knifflige Aufgaben im Roadbook wollen bearbeitet und gelöst werden – schließlich fährt man ja eine Rallye. Die Aufgaben bestimmen die Route und geben Punkte. Extrapunkte gibt es für besondere „Härten“ wie zelten und Kaffee kochen am See statt Pension und Capucchino aus der italienischen Luxusmaschine. Viermal während der Rallye treffen sich die Teams an vorher festgelegten Orten: Sie starten zusammen in Hamburg, feiern zur Sommersonnenwende gemeinsam auf den Lofoten, verbringen die „Weißen Nächte“ zusammen in Estland und treffen sich am 30. Juni zum großen Finale auf dem Hamburger Fischmarkt.

Vorbereitung und
Bauchgefühl
Christina und André bilden das „Team 68“, starten im Pulk relativ früh. Ihr MAZDA NX5NA ist hervorragend gewartet und: „Wir haben uns mental intensiv auf die Fahrt vorbereitet und alle Karten sorgfältig studiert“, sagt André. „Ich freue mich riesig. Nur vor Nässe fürchte ich mich ein wenig – der Roadster hat nur ein Verdeck, kein richtiges Dach, wenn alles klamm und nass ist, kann einem das schon auf die Stimmung schlagen“. Auch Christina ist aufgeregt und voller Vorfreude, ihr macht nur der Gedanke an niedrige Temperaturen zu ein wenig zu schaffen: „Kälte ist nichts für mich“, gibt sie zu. „In dem Fall würden wir vielleicht doch hin und wieder in einer Pension absteigen statt im Zelt zu übernachten, auch wenn uns das Punkte kostet – schließlich brauchen wir Energie für die Reise. Meine Thermounterwäsche nehme ich aber auf jeden Fall mit“.

Hilfe für Große
„Gemeinsam haben wir festgelegt, wie die Spende investiert werden soll“, berichtet Pastor Andreas Hausberg, Geschäftsführer des Diakonie-Hospizes. „Sie wird dazu beitragen, dass wir eine einen Meter breite und höhenverstellbare Bettverlängerung für sehr große Patienten anschaffen können. Gutes Liegen ist immens wichtig. Sollte noch Geld übrig sein, werden wir einige tragbare CD-Player für die Krankenzimmer erwerben“.

Wer „unser“ Team 68 und damit das Diakonie-Hospiz Volksdorf unterstützen möchte, kann auf https://www.betterplace.org/f31376 spenden, mit Namen oder anonym. Eine Spendenbescheinigung gibt es auf jeden Fall. Im Blick behalten kann man das Team auf https://www.superlative-adventure.com/live und https://findpenguins.com/5q1u1whhoiegx/trip/baltic-sea-circle-2019


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