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Frauen und Technik! - Ausgabe 20.03.2019

Startschuss für Mutmach-Programm mint:pink fällt in Poppenbüttel

Alstertal/Walddörfer – Einmal programmieren? Virtuelle Welten bauen oder die Stadt der Zukunft entwickeln? Die Teilnehmerinnen des Mutmach-Programms mint:pink der Initiative NAT (Naturwissenschaften & Technik) sind jetzt, unmittelbar nach den Hamburger Frühjahrsferien, dabei eben das zu erleben:

250 Mädchen besuchen in diesem Jahr die Hacker School, die Forschungsgruppe „Mensch-Computer-Interaktion“ an der Universität Hamburg oder das CityScienceLab, ein Projekt der HafenCity Universität. Das sind sogenannte MINT-Orte, die Abkürzung steht für die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Das Programm mint:pink macht schon Mittelstufenschülerinnen, die sich für MINT-Fächer begeistern mit möglichen beruflichen Perspektiven vertraut – unter ihnen auch Schülerinnen der Gymnasien Grootmoor, Ober­alster und Buckhhorn.
Neu denken, ausprobieren
Ein Programm wie mint:pink setzt viele starke Partner voraus: Unternehmen und Labore, die ihre Türe öffnen, Sponsoren und Förderer, die sich einbringen. So wie die ECE in Poppenbüttel zum Beispiel: Der Entwickler von Shoppingcentern und Gewerbeimmobilien machte die diesjährige Kickoff-Veranstaltung im frei geräumten Atrium möglich. „Es ist auch uns ein Anliegen, mehr Diversität in Unternehmen zu schaffen“, sagt Ale­xander Otto, Vorsitzender der ECE Geschäftsführung. An der Zukunft basteln, sich ausprobieren, sich etwas Neues trauen – das wünscht der ECE-Chef den Mädchen zum Programmstart. Im Rahmen Kickoff-Veranstaltung in der letzten Februarwoche waren die Mittelstufenschülerinnen aufgefordert, alle gemeinsam eine Kettenreaktion herzustellen, die dann mittels eines Startimpulses über die unterschiedlichsten Bauten und mechanischen und technischen Geräten eine Konfettikanone zum Ausbruch brachte. Dabei mussten die 250 Mädchen so zusammenarbeiten, dass der Impuls ohne zusätzliches Einwirken von außen, über eine Strecke von gut 120 Metern transportiert wurde.
XXL-Vorbild
Besonderes Highlight an diesem Tag: Grazia Vittadini, Chief Technology Officer (CTO), im Vorstand von Airbus zuständig für Technik, war extra zum Programmstart nach Hamburg gekommen. Ihr hatte einst während ihres Studiums der Luft- und Raumfahrttechnik ein Professor prophezeit, sie würde allenfalls Lehrerin werden. Grazia Vittadini forderte die Mädchen auf neu zu denken, sich nicht von Vorurteilen aufhalten zu lassen. „Die einzigen Grenzen sind die, die wir uns selbst auferlegen“, gab sie ihnen mit auf den Weg. (dut/sl)


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