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Erinnern für die Zukunft - Ausgabe 23.01.2019

Wandsbek/Sasel – Die Bezirksversammlung Wandsbek lädt zu einer öffentlichen Veran­staltung am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalso­zialismus ein. Gemeinsam mit ­inte­ressierten Bürgern wird am 27. Januar um 12 Uhr die KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Jean-Dolidier-Weg 75, besichtigt. Die Bezirksversammlung bietet an, gemeinsam per Bus anzureisen. Der Treffpunkt hierfür ist spätestens um 11 Uhr an der Bushaltespur am Wands­beker Markt (Puvogelgarten), gegenüber der Christuskirche. Anmeldungen für die Besichtigung sowie die Anreise nimmt die Geschäftsstelle der Bezirksversammlung entgegen, montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr unter Tel. 040 42881-3611.
Die dreistündige Besichtigung findet hauptsächlich in den Ausstellungsgebäuden beim Haupteingang der Gedenkstätte statt. Wenn das Wetter es zulässt, ist eine Führung über das freie Gelände möglich. Hierfür sollte auf warme Kleidung und festes Schuhwerk geachtet werden. Im Anschluss an die Besichtigung findet eine Kranzniederlegung statt, auch ein kleiner Imbiss wird angeboten.
Am Montag, 28. Januar veranstaltet der Verein Begegnungsstätte Poppenbüttel e.V. um 13 Uhr gemeinsam mit dem Gymnasium Oberalster (GOA) wieder eine Feierstunde am Mahnmal des ehemaligen KZ-Außenlagers Sasel im Petu­nienweg/Ecke Feldblumenweg zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus und der Auschwitz-Befreiung.
Die Gedenkstunde findet in diesem Jahr einen Tag nach dem offiziellen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust statt, da Schüler des Gymnasiums Oberalster (GOA) die Gedenkfeier mitgestalten und am Sonntag keine Schule ist. Neben verschiedenen Wortbeiträgen von Mitgliedern der Begegnungsstätte wird auch der Schulleiter des GOA, Dr. Widmann, der Opfer gedenken. Das GOA liegt in unmittelbarer Nähe des Mahnmals, dessen Errichtung 1982 den würdevollen Abschluss damaliger Schüler-Forschungsarbeiten über das Außenlager gebildet hatte.
Der Saseler Musiker Bernd Hof wird die etwa 45-minütige Gedenkveranstaltung wieder mit jüdischen Weisen auf der Mundharmonika begleiten. Alle Inte­ressierten, vor allem aber auch alle Saseler, die das Gedenken an die unfassbaren Vorgänge zu Zeiten des Nationalsozialismus auch in ihrem Stadtteil wach­halten wollen, sind herzlich eingeladen und aufgerufen teilzunehmen – insbesondere auch angesichts aktueller Fälle von Gewalt und Diskriminierung in der Bundesrepublik. (os)