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Überschwemmungsgebiet Berner Au

Bürgerprostest immer lauter

(ed) Die Anwohnerinitiative gegen das geplante Überschwemmungsgebiet (ÜSG) Berner Au in Sasel wehrt sich weiterhin gegen die damit verbundenen Einschränkungen für die Grundeigentümer.
Am Sonnabend gab es eine öffentliche Demonstration am Hamburger Mönckeberg: Die Anwohner des geplanten Überschwemmungsgebietes beklagen Behördenwillkür. Sie befürchten, dass sie nicht mehr frei über ihr Eigentum verfügen können. Bauliche Veränderungen wären danach nicht mehr oder nur unter erheblichen Auflagen möglich. Eine effektive Entwässerung aller Grundstücke und den daraus resultierenden Hochwasserschutz halten sie dagegen für sinnvoll.
Das Überschwemmungsgebiet basiert auf einer EU-Entscheidung. Die Anwohner befürchten, dass sich die Stadt Hamburg aus der Verantwortung ziehen und die Aufgabe des Hochwasserschutzes einigen Anwohnern im Umfeld der Gebiete aufbürden will. Da prallen Fronten aufeinander. Der Volksdorfer SPD-Fraktionsvorsitzende in der Bürgerschaft, Dr. Andreas Dressel, versucht, die Wogen zu glätten: „Ich kann gut nachvollziehen, dass die betroffenen Eigentümer angesichts des Verfahrensverlaufs zunehmend ungeduldig und verärgert sind. Ich bin mit den beiden Initiativen – an der Lottbek und an der Berner Au – weiterhin im Gespräch. Die Verlängerung der Einwendungsfrist hat zu noch mehr Einwendungen geführt, die nun in der Behörde sorgfältig geprüft werden müssen. Dass jetzt hier nichts mehr schnell durchgezogen wird, ist auch ein Erfolg der Aktivitäten der Anwohner. Jetzt muss einmal mehr Gründlichkeit vor Schnelligkeit gehen. Meine glasklare Erwartung an die Behörde ist: Alle rechtlichen Möglichkeiten für ein Entgegenkommen gegenüber den Eigentümern müssen ausgeschöpft werden. Sollte die Einrichtung der ÜSG tatsächlich unvermeidlich sein, sind die Verordnungen zumindest so zu gestalten, dass es einen umfangreichen und für die Eigentümer praktikablen Befreiungskatalog gibt, der weitreichende, generelle Ausnahmen enthält. Das ist das Mindeste, und da werde ich gegenüber der Behörde nicht lockerlassen”, so Dressel.