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Flüchtlinge beziehen Anfang August Quartier in Volksdorf - Ausgabe 11.07.2018

Wie geplant bis zu 260 Menschen an der Eulenkrugstraße. Kita nimmt gleichzeitig Betrieb auf. Freundeskreis bereitet sich vor

Von Oliver Spatz

Volksdorf – Bislang hieß es stets bloß, die Fertigstellung der Folgeunterkunft für Flüchtlinge an der Eulenkrugstraße sei für das dritte Quartal 2018 geplant (das Heimat-Echo berichtete). Nun wird es konkret.

Ab 6. August sollen zügig
die ersten Bewohner in der öffentlich-rechtlichen Unterkunft (ÖRU) einziehen. Kurz zuvor werden die Behausungen wie angekündigt einmal für die Allgemeinheit geöffnet, damit sich Nachbarschaft und interessierte Bürger ein Bild von der Anlage machen können: Am 2. August lädt Hamburgs Flüchtlings­koordinator Anselm Sprandel zur Besichtigung ein, wie der Volksdorfer SPD-­Vorsitzende Peter Pape gegenüber der Heimat-Echo-Redaktion bestätigt. Genauere Informationen folgen.
60 Prozent Familien,
40 Prozent Alleinstehende

In den Modulhäusern, die in
den vergangenen Monaten in schneller Folge hochgezogen wurden, können planmäßig bis zu 260 Flüchtlinge unterkommen, die größtenteils eine Bleibeper­spektive haben. Nach dem ­aktuellen Planungsstand hat sich der Volksdorfer CDU-Wahlkreisabgeordnete Thilo Kleibauer in einer aktuellen Kleinen Anfrage beim Senat erkundigt. Demnach soll sich die Bewohnerschaft etwa zu zwei Dritteln aus Familien und zu einem ­Drittel aus Alleinstehenden ­zusammensetzen.
Zudem wird bei einer vollständigen Belegung der 260 Plätze von 40 bis 45 schulpflichtigen Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 18 Jahren ausgegangen. Sie sollen nach einjährigem Besuch einer internationalen Vorbereitungsklasse (IVK) ins Regelsystem eingeschult werden. Welche Schulen eine solche IVK einrichten müssen, entscheidet sich allerdings erst, wenn endgültig klar ist, welche Personen fortan in der Unterkunft leben werden. Fest steht jedenfalls, dass die Stadtteilschule Walddörfer keine IVK einrichten wird, da sie zum ­neuen Schuljahr auf Weisung der Schulbehörde bereits eine siebte Klasse 5 einrichten muss. Für bis zu 50 Kinder unter 6 Jahren wird der Hamburger Schulverein von 1875 e.V. auf dem Unterkunftsgelände, fast in ­Rufweite zur Kita auf dem ­ehemaligen Ferck’schen Hof, eine Kindertagesstätte betreiben, die ebenfalls Anfang August eröffnen soll.
Die Baugenehmigung für das gesamte Areal ist zunächst bis 2020 befristet, es bestehen aber mehrere Verlängerungsoptionen, die mutmaßlich auch gezogen werden.



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