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Senator-Neumann-Heim eröffnet start.werk - Ausgabe 20.06.2018

Neues Beschäftigungsangebot für Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf

Von Doris Schultes

Bergstedt – Mit dem start.werk vom Senator-Neumann-Heim (SNH) hat das BHH Sozialkontor ein neues Bildung- und Beschäftigungsangebot für Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf eröffnet, die bislang nicht in Werkstätten und Tagesförderstätten beschäftigt werden konnten.

Hier können sich Bewohnerinnen und Bewohner des Senator-Neumann-Heims für weiterführende Arbeits- und Beschäftigungsangebote vorbereiten, was zu einer besseren gesellschaftlichen Teilhabe verhilft und zu mehr Selbstwertgefühl führt.

Start.werk übernimmt leichte Auftragsarbeiten

Im Zuge der Neustrukturierung von Teilhabeleistungen wurde an der Hamburger Straße 112, fußläufig vom SNH entfernt, eine Ladenzeile angemietet, und seit März dieses Jahres sind dort neun Frauen und Männer mit Unterstützung aktiv tätig. Montags bis freitags stellen sie zwischen 10 und 14 Uhr kunsthandwerkliche Dinge her, übernehmen niedrigschwellige Auftragsarbeiten aus dem Stadtteil und beteiligen sich an Stadtteilaktivitäten.

Offizielle Eröffnung

Am vergangenen Freitag wurde das start.werk offiziell eröffnet. Für die Beschäftigten war der Startschuss ebenso spannend wie für den Ergotherapeuten Stephan Fugel, der das start.werk gemeinsam mit dem Sozialpädagogen Dieter Gerecke leitet. „Die ersten Wochen dienten allen Beteiligten zur Orientierung, dem gegenseitigen Kennenlernen und dem Kennenlernen der Arbeitsabläufe“, sagt Fugel. „Jedes Beschäftigungs- und Arbeitsangebot wird eingangs immer demonstrativ vor der Gruppe erläutert, denn nur so können Schwellenängste abgebaut werden“, so der Ergotherapeut. Die Auswahl der Angebote und die Vorgehensweise werden nicht als feststehende Maßnahmen durchgeführt, sondern immer gemeinsam besprochen.

Gern bei der Arbeit

„Ich bin stolz darauf, dass ich hier sein darf“, sagt Michael Neuß, der seit zweieinhalb Jahren im Senator-Neumann-Heim lebt und nun gemeinsam mit acht weiteren Bewohnern 20 Stunden pro Woche im neuen start.werk arbeitet. Für ihn – wie für seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter – ist die Beschäftigung im start.werk im wahrsten Sinne des Wortes der Start in ein geschütztes Arbeitsleben der besonderen Art. Und das macht sie alle ein wenig stolz.


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