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Leser-Echo

zum Artikel „Ärger um Park-and-ride von Ohlstedt bis Poppenbüttel“ vom 11. April 2018

Sehr geehrter Herr Spatz, Gratulation zu Ihrem ausführlichen Artikel über das Park-and-ride-Desaster in den Walddörfern. Seit Einführung der Parkgebühren im Parkhaus am U-Bahnhof Volksdorf ist die Verkehrs- und Parksituation in Volksdorf schier unerträglich geworden. Durch die Tagesparker, die wegen der Gebühren das Parkhaus meiden, werden viele Straßen dermaßen verengt, dass Autos nicht mehr aneinander vorbeikommen und dadurch wiederum Staus entstehen.
Was mich besonders enttäuscht: Da lebt in Volksdorf einer der einflussreichsten SPD-Politiker, Andreas Dressel, der doch eigentlich mit seiner Bürgernähe und seiner Bereitschaft, Probleme konkret anzugehen, ein überzeugender Sympathieträger ist. Der tagtägliche ­Ärger in unseren Straßen spielt sich also direkt vor seinen Augen ab. Meine ­Frage: Hat sich der Wahn- und Unsinn dermaßen verfestigt, dass auch dieser ­Regierungspolitiker dagegen nichts ausrichten kann? Oder macht es vielleicht Sinn, ihn noch einmal eindringlich zu bitten: Lieber Herr Dressel, tun Sie was? Die Lösung ist doch ganz einfach.

Christoph Lütgert,
22359 HH-Volksdorf

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Das Thema Parkgebühren für P+R-Anlagen ist ja in den Wochenzeitungen der Walddörfer wirklich ein Dauerbrenner. Wir sollten uns mal klarmachen, worum es eigentlich geht: 2 Euro für eine Tageskarte bzw. 20 Euro für eine Monatskarte im Parkhaus. Ist das wirklich das Hauptproblem in den Walddörfern?
Wenn ja: Mit welchem Recht wird erwartet, dass für jedes Auto kostenlos Stellplätze zur Verfügung gestellt werden? Würden sämtliche Folgekosten von Mobilität auf den jeweiligen Fahrzeug­nutzer umgelegt, würden ganz andere Rechnungen ­resultieren. Wieso leuchtet es nicht ein, dass Instand­haltung/Bewirtschaftung von Parkhäusern Geld kostet? Wo bleibt der Vorschlag, an welcher Stelle das Geld eingespart werden soll, wenn die Bereitstellung von Parkplätzen kostenfrei sein soll? Und wenn ein Bürger meint, es sei bürgerfreundlich, sein Auto – statt 2 Euro zu bezahlen – in einer Wohngegend abstellen zu müssen, kann die Konsequenz nur sein, dort Anwohnerparken vorrangig einzurichten und restliche Parkplätze ebenfalls gebührenpflichtig zu machen. Kern des Themas ist aber: Wie gestalten wir unsere Stadt lebenswert? Was ist dabei unser ganz persönlicher Beitrag?

Wolfgang Thoss,
22359 HH-Volksdorf

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