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Schulbibliothek der Otto-Hahn-Schule muss erhalten - Ausgabe 28.12.2011

Was als Modellprojekt von der CDU-Regierung mit einer Laufzeit von zunächst drei Jahren geplant war, 2011 evaluiert werden und damit schließlich auf das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet werden sollte, steht nach einer kurzsichtigen Entscheidung.

Was als Modellprojekt von der CDU-Regierung mit einer Laufzeit von zunächst drei Jahren geplant war, 2011 evaluiert werden und damit schließlich auf das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet werden sollte, steht nach einer kurzsichtigen Entscheidung des SPD-Schulsenators nun vor dem Aus. Die Schulbibliotheken sind Informationszentren, Unterrichts- und Erlebnisräume zugleich und deshalb sowohl mit multimedialen Arbeitsplätzen als auch mit bequemen Lese­ecken ausgestattet. Sie ermöglichen den Schülerinnen und Schülern, einen kompetenten Umgang mit Medien und Informationen zu erlernen. Die Bibliotheken sind täglich durchgehend geöffnet und werden  von bibliothekarischen Fachkräften geleitet. Die Schüler finden jederzeit Beratung, wenn sie unschlüssig sind, welches Buch sie aus­leihen oder in welcher Datenbank sie zu Fachthemen recher­chieren sollen. Auch Unterricht findet in der Schulbibliothek statt. Unter gemeinsamer Anleitung von Lehrkraft und Biblio­theksleitung wird vor Ort zum Thema recherchiert und gearbeitet. Der Internetkatalog der Schulbibliotheken Hamburg und das Portal der Bücherhallen Hamburg bieten dafür eine breite Plattform. Die Otto-Hahn-Schule  war einer der ausgewählten Schulen. Insbesondere Schulen mit einem sozial schwierigerem Umfeld, insgesamt je drei aller Schulformen, waren für das Modellprojekt ausgesucht worden. 
Trotz äußerst positiver Rück­meldungen aus den Schulen, ersten erfolgsversprechenden Zwischenberichten der Evaluation und größter Anerkennung im überregionalen Raum, entschied der Schulsenator die Bibliotheksfachkräfte, also das Herzstück des Modells, zum Schuljahresende zu entlassen und keinerlei  gesonderte Personalmittel für diese neun Schulbibliotheken mehr einzusetzen.      Die CDU-Fraktion beantragte nun in der Bezirksversammlung Wandsbek, diese Entscheidung zu revidieren und den Erhalt der Schulbibliotheken zu sichern. „Zu wichtig sind die Erfolge derartig fortschrittlicher Errungenschaften, als dass man diese dem Sparzwang opfert“, so Claudia Folkers, Fachsprecherin Bildung der CDU-Fraktion Wandsbek. 
Zur allgemeinen Freude reichte auch die SPD-Fraktion in Wandsbek einen Antrag zur Sicherung der Schulbibliothek der Otto-Hahn-Schule ein. „Schulsenator Ties Rabe muss sich nun anstrengen, seinen Genossen in ihrer fachlichen Einschätzung zu folgen.