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Fußballerinnen des Walddörfer SV bejubeln Regionalliga-Aufstieg - Ausgabe 28.06.2017

Volksdorf – Eigentlich schien der Traum vom Aufstieg für die Fußballerinnen des Walddörfer SV nach der 0:2-Niederlage im Relegationsspiel bei Schleswig-Holsteins Oberliga-Meister SV Henstedt-Ulzburg II schon geplatzt zu sein. Doch nun dürfen sie doch noch jubeln: Weil der TSV Havelse seine Mannschaft aus der Regionalliga Nord abmeldete, bekommen die Volksdorferinnen den frei werdenden Platz. Ursprünglich wollte der Norddeutsche Fußballverband ein Entscheidungsspiel zwischen dem WSV und dem MTV Barum aus Niedersachsen ansetzen. Doch der Gegner verzichtete, weil er nicht gewährleisten konnte, eine zweite Frauen- sowie ein B-Juniorinnen-Mannschaft zum Spielbetrieb zu melden – so wie es in den Statuten von Regionalligamannschaften gefordert wird.
Für die Volksdorferinnen ist das kein Problem: Sie gehen kommende Saison mit drei Frauen- und neun Mädchenmannschaften auf Punktejagd. „Ich bin sicher, wir hätten uns aber auch in einem Entscheidungsspiel behauptet. Während der Gegner schon längst in der Sommerpause ist, sind wir noch voll im Trainingsbetrieb“, sagte der für den Frauenfußball zuständige Abteilungsleiter Heinrich Färber. Als der Gegner die Nachricht von seinem Verzicht am Montag übermittelte, wurde die Übungseinheit im Allhorn-Stadion kurzerhand abgebrochen und alle Beteiligten zogen zu einer spontanen Aufstiegsfeier in die Gaststätte Le Rustique.
Für den Verein ändere sich durch den Aufstieg wenig, sagte Färber. Man müsse sich jetzt verstärkt um Sponsoren kümmern und die Logistik der Reisen regeln. „Aber wir wollen die Kosten gering halten und werden höchstens zu drei oder vier Spielen einen Bus mieten. Mit dem Bramfelder SV, FC St. Pauli, VfL Jesteburg oder Holstein Kiel sind auch einige gut erreichbare Gegner in der Liga“, so Färber. Personell soll nicht mehr nachgebessert werden: Es bleibt bei den drei Verstärkungen Lisa Stein-Schomburg (vom SSC Hagen Ahrensburg), Antonia Posdziech (FFC Turbine Potsdam) und Dolores Gorcic (Bramfelder SV).
Um Anfang September gut vorbereitet ins erste Regionalligaspiel der Vereinsgeschichte zu gehen, starten die Volksdorferinnen nach einer dreieinhalbwöchigen Pause Ende Juli wieder mit dem Training. Höhepunkt der Vorbereitungszeit soll ein Trainingslager vom 17. bis 24. August bei Bröndy Kopenhagen sein. Färber: „Dort finden wir perfekte Bedingungen vor, wohnen in einem Sporthotel gleich neben dem großen Trainingszentrum, haben hochkarätige Testspielgegner.“
Die Volksdorferinnen glauben fest daran, den Klassenerhalt schaffen zu können. „Wir haben uns in einer ganzen Reihe von Test- und Vorbereitungsspielen schon mit höherklassigen Gegnern gemessen und größtenteils sehr gut mitgehalten“, sagte Färber. Ein Manko habe die junge Mannschaft aber: Es mangele noch an Robustheit und Zweikampfhärte. Färber: „In der Oberliga haben wir davon profitiert, dass körperbetonter Einsatz in der Regel abgepfiffen wird. In der Regionalliga wird das nicht mehr so sein. Deshalb müssen wir uns da ganz schnell umstellen.“ (HA)


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