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Bei Geld macht mir keiner mehr etwas vor - Ausgabe 07.06.2017

Poppenbüttel – Mittwoch, kurz vor 14 Uhr. Am Carl-von-Ossietzky-Gymnasium steht das Fach „Geld und Leben“ auf dem Stundenplan. Und in der Tat – äußerst lebensnah geht es zu in diesem Unterricht: Von Zins und Zinseszins ist die Rede, von Konsumkrediten, Autofinanzierung, Immobilienkauf und Hypothekendarlehen, von gesetzlichen Versicherungen, Inflation und deren Auswirkungen, Rente und Altersvorsorge, Einträgen in der Schufa und vielem anderen. Wer dermaßen geschult ist, geht Werbeversprechen nicht mehr so leicht auf den Leim.
„Unsere Schüler und Schülerinnen lernen so viel in der Schule, aber auf Grund des umfangreichen Lehrplanes bleibt viel Praktisches außen vor. Hier ergänzen wir die Ausbildung unserer Jugendlichen und machen sie fit für die Zukunft. Wir vermitteln ihnen auf verständliche Weise praktisches Wissen, das sie unter anderem auch davor bewahrt, in die Schuldenfalle zu stolpern“, sagt Heidrun Friederich vom Geldlehrer-Verein. Die 20 Schüler und Schülerinnen der 9. und 10. Klasse in diesem Kurs lernen, dass Wissen die Basis zur Vermeidung von Verschuldung und für gute Vermögensbildung ist. Heidrun Friederich ist ausgebildete Geldlehrerin, die ehrenamtlich einmal pro Woche für eine Doppelstunde ins CvO kommt. Sie ist die erste und bisher einzige Geldlehrerin in Hamburg.
Am Ende des Schuljahres schreiben die Schüler einen Test. Wer den besteht, erhält ein besonderes Zertifikat, das auch bei späteren Bewerbungen sehr hilfreich sein kann. Der Geldlehrer e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, gegründet 2010. Info gibt es unter www.geldlehrer.org. (sl)