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Fusion in Bergstedt - Ausgabe 09.01.2013

Traditionsverein TV Wensenbalken und Tennissparte des SV Bergstedt starten ab Januar 2014 in gemeinsame Zukunft

(ms) Es ist vollbracht. Zum 1. Januar 2014 starten der seit 1928 bestehende Tennisverein Wensenbalken und die Tennisabteilung des SV Bergstedt als TG Bergstedt-Wensenbalken in eine gemeinsame Zukunft auf dem Gelände am Stüffel. Das haben die außerordentlichen Mitgliederversammlung beider Vereine kurz vor dem Jahreswechsel be­schlossen. Mit dann rund 600 Mitgliedern entsteht ein starkes Tenniszentrum in Hamburgs Nordosten.
Die vorbereitenden Arbeiten auf dem Gelände der Tennissparte des SV Bergstedt beginnen in diesem Jahr, damit zum Zeitpunkt der Fusion alles fertig sein wird. Vorgesehen sind der Neubau von 3-4 Tennisplätzen, damit stehen den Mitgliedern dann insgesamt 12 Plätze zur Verfügung. Das bestehende Clubhaus wird abgerissen und durch einen erweiterten Bau ersetzt, die Gesamtanlagen werden modernisiert. Zusätzlich können die Mitglieder die Tennishalle am Volksdorfer Damm nutzen.
Auf dem Gelände des Tennisvereins Wensenbalken an der Steinreye können dann – wie politisch gewollt – neue Wohnungen entstehen. Die Stadt Hamburg ist bereit, für die Verlagerung des TVW zur Finanzierung von Investitionen eine Entschädigung zu bezahlen.
„Beide Tennisvereine sehen in der Fusion die langfristige Sicherung des Tennissports für ihre mehr als 600 Mitglieder und vor allem auch in der Förderung der Jugendarbeit für ihre fast 300 jugendlichen Mitglieder”, sind Heike von Roth, Vorsitzende des Tennisvereins Wensenbalken, und Thomas Krauel, Vorsitzender der Tennissparte im SV Bergstedt, überzeugt. Das erklärten sie gestern bei einer Pressekonferenz in der Tennishalle.
Der großen Fusion vorausgegangen ist ein jahrelanger Versuch, eine Lösung zu finden. Der damalige Senat wollte im Zuge seines Programms „Wachsende Stadt” auf dem Gelände an der Steinreye Wohnraum schaffen. Zunächst sollte eine Ersatzfläche für den Traditionsverein gefunden werden. Mehrere städtische Flächen wurden bewertet, die Pläne mussten letztlich verworfen werden, als auch die letzte verfügbare öffentliche Fläche für den Bau des Sportplatzes am Volksdorfer Damm als Schul- und Freizeitsportplatz benötigt wurde.
Die Politik präferierte dann die Fusion beider Vereine, doch das stieß bei den Betroffenen auf wenig Gegenliebe. Sie wollten ihre Eigenständigkeit behalten, wurden dabei von den örtlichen Vertretern fast aller Parteien unterstützt.  so wurde der Pachtvertrag des Tennisvereins Wensenbalken Jahr um Jahr verlängert. Doch es gab keine Alternative.
Jetzt sind alle Seiten zufrieden mit der gefundenen Lösung. Die Tennishalle am Volksdorfer Damm können alle Mitglieder weiterhin gemeinsam nutzen, auf der erweiterten Anlage und in dem neuen, größeren Clubheim finden die Mitglieder ein ideales neues Zuhause.