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Familienauto brennt komplett aus - Ausgabe 04.12.2019

Polizei ermittelt in Hummelsbütteler Wohnstraße

Hummelsbüttel – Völlig ausgebrannt – so steht das Familienauto am Straßenrand auf einem Parkplatz vor den Mehrfamilien­häusern an der Ruscheweyhstraße.
Von Florian Büh
Sonntag, kurz nach 5.30 Uhr, riefen Anwohner die Feuerwehr. So schnell es ging, erreichte ein Löschfahrzeug der Berufsfeuerwehr Sasel den Einsatzort. Den neben dem brennenden Auto geparkten Opel Corsa konnten die Feuerwehrleute zum großen Teil schützen, dennoch barsten die Seitenscheiben, dichter Rauch drückte in den gut eineinhalb Jahre alten Wagen. Für den Mazda 5 der Familie D. – wo das Feuer ausgebrochen war – kam jede Hilfe zu spät.
Am Montagabend steht die Familie noch immer unter Schock. Paulina D. (33) und die beiden Töchter Natalia (3) und Victoria (6) können gar nicht fassen, was passiert ist: „Ich glaube, ich weiß am wenigsten gerade“, so die berufstätige Mutter. Vor vier Jahren wurde das Auto Baujahr 2008 gebraucht gekauft. Der silberne Wagen war treuer Helfer bei allen Familienangelegenheiten. Die drei Kindersitze auf der Rückbank kann man nicht mehr erkennen, alles ist verbrannt. „Wir sind eigentlich immer nur mit den Kindern damit unterwegs gewesen. Oft ist eine Freundin meiner Tochter dabei“, sagt Mutter Paulina. „Ich finde das richtig schlecht“, bestätigt auch Tochter Victoria: „Wir haben nun gar kein Auto mehr. Meine Spielsachen waren aber nicht mehr da drin.“
War es ein ­Brandanschlag?
Kurz nach 6 Uhr in der Frühe klingelte die Polizei an der Tür der Familie. Da war die Feuerwehr mit den Löscharbeiten längst fertig. „Angeblich hat es nicht im Motor angefangen zu brennen, sondern woanders“, erzählt Mutter Paulina. Wo genau und warum, ermittelt nun das zuständige Landeskriminalamt. Dafür war auch ein Spurensicherungstrupp des LKA 45 vor Ort. „Ich soll zwar Geld von der Versicherung bekommen, aber das Auto ist wohl kaum noch etwas wert“, so die Besitzerin, die sich nun auch noch darum kümmern muss, dass der Schrott abgeholt wird. „Ob es Zufall war oder der Täter noch gefunden werden kann – wir werden sehen.“ Eine geplante Reise muss nun komplett überdacht werden: „Wir wollten mit dem Auto zu Weihnachten zur Familie meines Mannes. Die wohnen in England. Die Fähre ist schon gebucht. Nun müssen wir wohl dahin fliegen.“
Zeugen wollen zur Zeit des Brandes einen jungen Mann in der Ruscheweyhstraße gesehen haben, der sich auffällig verhielt. Ob er oder jemand anders mit dem Feuer etwas zu tun hat, ist auch Teil der Ermittlungen. Wer Hinweise geben kann, ist aufgefordert, sich telefonisch oder persönlich bei der Polizei zu melden.


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