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Meiendorfer SV wie ein Absteiger - Ausgabe 06.11.2019

TSV Sasel dagegen mit erfolgreicher „englischer Woche“

Meiendorf/Sasel Eigent­lich hatte das 4:2 vor eine Woche gegen Union Tornesch Mut gemacht, doch jetzt erlebten die Ober­ligafußballer des Meiendorfer SV einen krachenden Rückschlag.
Innerhalb von drei Tagen präsentierte sich die Mannschaft von Trainer Baris Saglam zweimal wie ein Absteiger – zunächst am Reformationstag beim enttäuschenden 1:1 (0:1) gegen Schlusslicht Bramfelder SV und dann im Spiel beim ebenfalls im unteren Tabellendrittel stehenden SV Curslack-Neuengamme, das die Gäste wohl nur deshalb mit 0:3 (0:3) verloren, weil der in allen Belangen überlegene Gegner in der zweiten Halbzeit seine Offensivbemühungen fast völlig einstellte und sich nur noch darauf beschränkte, die Führung über die Zeit zu bringen.
Bei Saglam und Co-Trainer Tobias Sävke war das Entsetzen über diesen desolaten Auftritt ihrer Mannschaft offenbar so groß, dass sie sogar die in der Oberliga eigentlich obligatorische Pressekonferenz „schwänzten“. Einen Monat zuvor hatten die Meiendorfer an gleicher Stelle noch mit 3:2 gewonnen und damit die vierte Runde im Oddset-Pokalwettbewerb erreicht. Im Nachhinein wäre ihnen ein Sieg im Punkt- und eine Niederlage im Pokalspiel wohl lieber gewesen.
Eine Chance für Alexandar Mucunski (28. Minute), mehr sprang in den gesamten 90 Minuten für die harmlosen Gäste nicht heraus. Meiendorfs Schlussmann Sulejman Hoxha konnte sich über mangelnde Arbeit dagegen nicht beklagen. Der Torwart reagierte einige Male prächtig, war bei den Toren von Tim Schmidt (13. Minute) und Marco Schubring (39., 45.) aber machtlos.
In dieser Verfassung dürfte es am Sonnabend im Heimspiel gegen die Drittvertretung des HSV (14 Uhr, Meiendorfer Straße), die drei ihrer letzten vier Spiel gewonnen hat, wenig zu holen geben. Ein Besuch in der Flens-Arena dürfte sich trotzdem lohnen, da der Gegner wahrscheinlich Ex-Nationalspieler Marcell Jansen aufbietet.
Über ein ertragreiche „englische Woche“ dürfte sich dagegen der TSV Sasel freuen: Aus den drei Spielen binnen acht Tagen holte die Mannschaft vom Parkweg die maximal möglichen neun Punkte. Dem 5:0 gegen den FC Süderelbe folgte unter der Woche ein 4:1 (2:1) beim SV Rugenbergen und nun ein 3:1 (3:1) in Bramfeld. Damit schlossen die Saseler nach Punkten wieder zum Tabellenzweiten FC Teutonia 05 auf, der allerdings noch ein Spiel mehr zu absolvieren hat.
Die Tore zum elften Saisonsieg erzielten Jonathan Zinn (21.) und Stefan Winkel (30., 33.), nachdem Raoul Bouveron (8.) den Gegner überraschend in Führung gebracht hatte. Winkel hatte sich schon drei Tage zuvor mit einem Doppelpack am Sieg in Rugenbergen beteiligt. 13 Saisontreffer bedeuten für ihn in der Oberliga-Torjägerliste nun Rang drei hinter den führenden Schubring (Curslack-Neuengamme) und Jeremy Wachter (TuS Osdorf, beide 17). Nächste Gelegenheit, sein Torkonto aufzustocken, hat Sasels Ausnahmespieler am kommenden Sonntag in der Partie beim ­Niendorfer TSV (14 Uhr, Sachsenweg). (HA)


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