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Leser-Echos - Ausgabe 07.08.2019

Zum Artikel „Fragezeichen zu Park-and-ride“ vom 24. Juli 2019

Mit großer Verwunderung habe ich Ihren Artikel zum Stand der Planungen bezüglich des Park-and-ride-Platzes in Ohlstedt gelesen. Seit Jahren versucht die rot-grün dominierte Bezirkspolitik, gemeinsam mit dem 1. Vorsitzenden des Bürgervereins Duvenstedt/Wohldorf-Ohl­stedt, Hans-Detlef Schulze, einen Ausbau des Parkplatzes zu einem Parkhaus gegen viele Widerstände durchzusetzen.
Es erschließt sich mir nicht, wie sich durch eine Vergrößerung der Anzahl der Parkplätze die generelle Park­situation in Ohlstedt verändern sollte. Ob gebührenpflichtig oder nicht, es wird schlicht mehr Verkehr nach Ohlstedt geleitet. Als Folge einer Erweiterung muss man spätestens mittelfristig mit einer Verschärfung der gegenwärtigen Parksituation rechnen. Der politisch verfolgte Ansatz erinnert mich fatal an den Ausbau einer Autobahn auf drei Spuren, mit dem Argument „der Verkehr würde dann besser fließen“. Bei genug Aufkommen stehen die Fahrzeuge dann eben auf drei Spuren im Stau!
Für die städtebauliche Entwicklung Ohlstedts hingegen wäre der Bau des von Herrn Schulze geforderten Parkhauses gelinde gesagt eine Kata­strophe. Mir ist nicht bekannt, dass seitens der Politik bzw. des Bürgervereins schon eine unvoreingenommene und nicht gelenkte öffentliche Diskussion vor Ort angestoßen worden wäre. Ich denke, die Politiker einschließlich Herrn Schulze, wären überrascht, wie groß die Ablehnung der Ohlstedter tatsächlich ist. Oder gibt es andere, nicht öffentlich formulierte Beweggründe einzelner Akteure, das Vorhaben ewig neu zu forcieren?
Dieses Thema wäre es wert, durch den neuen Bürgerverein, das Forum für Ohlstedt, aufgegriffen zu werden, damit dieser überfällige ergebnis­offene Diskurs mit den Anwohnern endlich aufgenommen wird. Ich könnte mir vorstellen, dass am Ende einer solchen Diskussion als Ergebnis stünde, das Parkplatzangebot unverändert zu lassen, den Platz zu sanieren und ihn kostenfrei zu belassen. Allerdings sollte die Parksituation im Ohlstedter Zentrum dann durch den Ordnungsdienst besser beobachtet werden.

Michael Schütt,
22397 HH-Wohldorf-Ohlstedt
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Warnung an Ohlstedter vor möglichen Hintermännern des Forums für Ohlstedt

Als Ohlstedter und ehemaliger Betreiber des Ohlstedtblog (2016) finde ich es gut, wenn sich Ohlstedter für ihren Stadtteil mit einem neuen Forum einsetzen. Dies sollte im Geiste des Miteinanders geschehen, auch mit dem Bürgerverein Duvenstedt/Wohldorf-Ohlstedt – beispielsweise im gemeinsamen Einsatz für die P+R-Fläche oder das Stadtteilfest am 7. September. Ohlstedt als „Schlafdorf“ und einziger Stadtteil ohne Ampel sollte sich mit seinen Bürgern für einen lebendigen Stadtteil einsetzen.
Allerdings kann ich die Anhänger des Forums für Ohl­stedt aus eigener Erfahrung beim Ohlstedtblog mit einem Ohlstedter Ehepaar nur davor warnen, sich von den ­Interessen zweier Menschen vor den Karren spannen zu lassen. Das Ohlstedter Ehepaar als ein offensichtlicher Motor des Forums „stört“ sich an der Neubebauung des Haspa-Grundstücks und setzt augenscheinlich die Forums-Ohlstedter als Stimme für ihr eigenes Interesse gegenüber der Politik ein. Das wirft ­Fragen auf. Was ist ihr Antrieb? Ist das Ehepaar womöglich sogar Gründungsmitglied des Forums? Ist das Forum in Wirklichkeit nur dazu da, um den Preis des eigenen Grundstücks in die Höhe zu treiben? Wie sähe das mit dem mühsam aufgebauten Ruf als angebliche „Naturschützer“ und „Bürgerrechtler“ aus, wenn man bei einem möglichen Angebot eines Investors Ja sagen würde? Welcher Schaden würde dann für die vielen idealistischen Naturschützer entstehen?
Ich finde, die Ohlstedter brauchen Transparenz zu diesen Fragen und sollten sich nicht instrumentalisieren lassen.

Christian J. Becker,
22397 HH-Wohldorf-Ohlstedt
(hambürgerblog)


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