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Leon Abich verlässt den TSV Sasel - Ausgabe 12.06.2019

Hamburgs Tischtennis-Meister wechselt zum Rivalen TSV Bargteheide

Sasel – Die Tischtennisherren des TSV Sasel verlieren ihren besten Spieler. Leon Abich wechselt zum Regionalligarivalen TSV Bargteheide, will dort künftig um den Aufstieg in die dritte Bundesliga mitspielen. Nach vier Jahren sei es Zeit für eine neue sportliche Herausforderung, sagte der 21-Jährige, der zuletzt viermal hintereinander Hamburger Meister im Einzel war.

„In Bargteheide bin ich mit fast allen Spielern befreundet, deshalb war ein Wechsel dorthin naheliegend“, sagte Abich. Zu einem künftigen Mitspieler hat er einen besonders guten Draht: Ole Markscheffel, dessen Freundin Lea ist nämlich die Schwester von Abichs Freundin Tessa.
Den Wunsch vom Aufstieg hatte sich Abich eigentlich schon in Sasel erfüllen wollen. Vor zwei Jahren verfehlte die Mannschaft dieses Ziel um lediglich zwei Punkte. Abich: „Aber seitdem wurde es personell immer schwieriger. Des Öfteren mussten Spieler aus der zweiten und dritten Mannschaft aushelfen, damit wir überhaupt vollzählig waren.“ So sprang zuletzt nur noch Rang sieben heraus.
Leon Abich hatte erst im Alter von zwölf Jahren beim SC Poppenbüttel mit dem Tischtennis begonnen. Schnell ließ er jedoch mit Erfolgen aufhorchen – erst in Hamburg, später auch auf nationaler Ebene. Er wurde für die Jugend-Nationalmannschaft nominiert, holte bei den French Open Silber im Doppel. 2015, in seinem letzten Jugendjahr, gewann er sogar den deutschen Meistertitel, träumte von einer Profikarriere und wechselte aufs Internat des Deutschen Tischtennis-Bundes nach Düsseldorf.
Dort habe er sich aber gar nicht wohlgefühlt und sei deshalb ziemlich schnell wieder nach Hause zurückgekehrt. „Im Nachhinein war das eine gute Entscheidung“, sagte Abich. „Heute könnte ich mir nicht vorstellen, täglich sechs Stunden oder mehr in der Trainingshalle zu stehen.“
Seit drei Jahren betreibt Abich, der an der Uni in Hamburg im sechsten Semester Sozialwissenschaften und Sport auf Lehramt studiert, mit seinem bisherigen Saseler Vereinskollegen Simon Moschall die Tischtennis-Schule „Spin College“. Dort bieten sie Gruppen- und Einzeltraining sowie Tages und Wochenendlehrgänge an.
Für Sasel kann es nach dem Weggang ihrer Nummer eins wohl nur mehr um den Klassenerhalt gehen, zumal auch Patrick Masur (für eine Saison zum Walddörfer SV) und Jon Wrobbel (Auslandsaufenthalt) fehlen. Immerhin steht mit Adrian Weyhe von der TTG 207 Ahrensburg/Großhansdorf auch ein regionalligaerfahrener Spieler als Zugang fest. (HA)


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