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Fluchtversuch bei Arztbesuch - Ausgabe 15.05.2019

Poppenbüttel Filmreife Szenen boten sich am Montag vergangener Woche den Anwohnern und Passanten an der Harksheider Straße, Ecke Poppenbütteler Weg. Auf Nachfrage des Heimat-Echo bestätigte die Justizbehörde nun den Vorfall: „Anlässlich einer gefesselten Ausführung kam es zum Fluchtversuch eines Strafgefangenen“, schreibt André Otto, Referent für Online-Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit der zuständigen Behörde.
Demnach stellt sich der Einsatz wohl so da: Wegen gefährlicher Körperverletzung war ein 30-jähriger Mann zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten verurteilt worden und saß in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Billwerder ein. „Während einer Ausführung zu einem Arzttermin am vergangenen Montag hatte sich der gefesselte Gefangene gegen 14.30 Uhr losreißen können“, so André Otto. Bereits nach wenigen Metern sei er von zwei begleitenden Justizbediensteten gestellt worden. Dabei verletzte sich der eine Verfolger jedoch am Bein, weswegen telefonisch Polizeikräfte hinzugezogen wurden. Mehrere Streifen­wagen fuhren zum Einsatzort, sollen dabei noch einen Poller touchiert haben. Der Inhaftierte, dessen Beine gefesselt waren, wurde auf den Boden gedrückt, mit Kabelbindern an den Händen gesichert. Schlussendlich brachten Polizisten den Gefangenen erst ins Polizeikommissariat am S-Bahnhof Poppenbüttel, dann wurde er von weiteren angeforderten Bediensteten der Justiz wieder in die JVA gefahren. Warum erst auf Nachfrage von dem – für ­viele Bürger sichtbaren – Vorfall berichtet wurde, ist nicht ­bekannt. (büh)