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Debatte um Senatorenplan für Schulen - Ausgabe 15.05.2019

Steigende Schülerzahlen in Alstertal und Walddörfern. Lösungen gesucht

Alstertal/Walddörfer –Vergangene Woche stellte Schulsenator Ties Rabe (SPD) den Entwurf eines neuen Schulentwicklungsplans vor, der Grundlage für Hamburgs Schulstruktur und Baumaßnahmen im kommenden Jahrzehnt sein soll.
Oliver Spatz
Auch in Alstertal und Walddörfern sind Maßnahmen vorgesehen, um den steigenden Schülerzahlen Rechnung zu tragen. So soll zum Beispiel die Grundschule Redder in Sasel sechszügig werden, für die Stadtteilschule Bergstedt sind künftig sieben Klassen pro Jahrgang vorgesehen. Beim Walddörfer-Gymnasium soll dagegen die Fünfzügigkeit festgeschrieben werden, obwohl zuletzt deutlich mehr Anmeldungen vorlagen.
Der Planentwurf wird jetzt in den zuständigen Gremien behandelt. Aus manchen Schulen im Nordosten ist bereits Unzufriedenheit zu vernehmen. Unter www.hamburg.de/schulentwicklungsplan sind Details abrufbar, etwa wie viele Züge die einzelnen Schulen bekommen sollen.
Der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete für Alstertal/Walddörfer Dr. Tim Stoberock sieht den Plan positiv und verweist darauf, dass im Alstertal derzeit vor allem an Grundschulen und Gymnasien eine Reihe von Baumaßnahmen liefen oder geplant seien.
Seinem CDU-Kollegen Thilo Kleibauer stellen sich einige Fragen: „Auch bei früheren Planungen der Schulbehörde war es immer wichtig, die Annahmen genau zu hinterfragen. Hierfür müssen jetzt Schulen und Elterngremien ausreichend Zeit bekommen. Die vorgegebenen Fristen von wenigen Wochen bis Mitte Juni erscheinen sehr knapp für eine so weitreichende strukturelle Entscheidung, die bis 2030 Bestand haben soll.“
Birgit Wolff, FDP-Spitzenkandidatin für die Bezirkswahl in Wandsbek, kritisiert, dass im Alstertal und den Walddörfern bislang keine einzige neue Schule vorgesehen sei. Zudem stünden schon nicht ansatzweise genug Kita-Plätze zur Verfügung: In den letzten zehn Jahren sei die Kita-Zahl gar von 130 auf 128 gesunken.
Die Wandsbeker Bezirksversammlung forderte in ihrer letzten Sitzung vergangene Woche Donnerstag, die ihr eingeräumte Frist zur Stellungnahme bis zu den Herbstferien zu verlängern.


fdjs