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Buckhorner Schüler haben in Sachen Nachhaltigkeit die Nase vorn

Am Puls der Zeit - Ausgabe 10.04.2019

Volksdorf – Klimaschutz ist in aller Munde. Die „Fridays for Future“ auch. Einen ganz eigenen „Friday for Future“ konnte man am vergangenen Freitag am Gymnasium Buckhorn erleben: den Aktionstag Nachhaltigkeit.
Susanne Lorenz
Man lernt nicht für die Schule sondern fürs Leben – das ist nicht neu. Eine ganz andere Bedeutsamkeit bekommt diese Weisheit jedoch, wenn eine ganze Schule gemeinsam den Grundstein zu einem neuen, ökologisch, ökonomisch und sozial gesünderen Miteinander legt – so wie die Buckhorner am letzten Freitag: Der Aktionstag Nachhaltigkeit war der Auftakt zur Bildung eines neuen Bewusstseins bei allen Beteiligten.
Obgleich der Nachhaltigkeitsgedanke an der Volksdorfer Schule schon Tradition hat – bereits 2017 erschien der erste, wirklich bemerkenswerte, von Schülern erstellte und gestaltete Nachhaltigkeitsbericht, der alle zwei Jahre neu aufgelegt wird – war dieser Tag etwas Einzigartiges: Nachdem eine Arbeitsgruppe über anderthalb Jahre an der Schule bereits erste Fortschritte in den Bereichen Ernährung, Energie und BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung) erzielt hatte, war es beim Aktionstag zum ersten Mal allen Buckhorner Schülern möglich, einen Zugang zum Thema Nachhaltigkeit zu finden – und zwar ganz praktisch im Tun:
Alle zusammen
und ganz praktisch
Nach einer morgendlichen Einführung in das Thema und den Tag arbeiteten alle Schüler in Workshops, die sie in den vergangenen Wochen aus einem breiten Angebot hatten wählen können und die sowohl von Schülern und Lehrern als auch von externen Experten geplant und gestaltet worden waren: „Ist das Essen oder kann das weg?“ – Wie minimiert man die Reste des Mittagessens und was kann man eventuell noch damit anfangen? oder „#NoWaste – Wie lässt sich Plastikmüll in unserem ganz normalen Alltag vermeiden?“ oder auch „Sustainable Cities“ – Was versteht man eigentlich angesichts des unaufhörlichen Wachstums von Städten unter nachhaltiger Stadtentwicklung?“ waren nur drei Wahlmöglichkeiten in der riesigen Themenpalette: Upcycling, Plogging, Schulhof-Umgestaltung, Body&Mind, Gartenbau, Stricken, erneuerbare Energien, Smartphone-Zerlegung – alle drei ineinandergreifenden Aspekte der Nachhaltigkeit waren mehrfach abgedeckt und die Schüler mit Engagement und Begeisterung dabei.
Reflexion und Challenges
Im Anschluss an die Workshops kamen die Schüler mit den Klassen- und Profillehrern zur Reflexion zusammen, die Schüler präsentierten ihre Erfahrungen mit den Nachhaltigkeitsthemen der Workshops. Klassenweise werden daraus nun „Challenges“ entwickelt, Ziele und Aufgaben formuliert, die die gesamte Schule im kommenden Jahr begleiten werden. Darüber hinaus wird das Thema Nachhaltigkeit noch stärker in den Lehrplan aller Klassenstufen eingebunden, werden die bereits umgesetzten Veränderungen – beispielsweise im Bereich Ernährung – überdacht, angepasst und intensiviert. Ab dieser Woche wird auch der Müll in Buckhorn getrennt, und frisch in den Dienst getreten ist „Captain Future“, der neue Klassendienst: Er sorgt dafür, dass am Ende des Schultags Smartboard, Licht und Heizung aus und die Fenster geschlossen sind.
Kein Zweifel: Ganz offensichtlich am Puls der Zeit ist man am Gymnasium Buckhorn in Sachen Nachhaltigkeit, und es verwundert nicht, dass die Schule sich in diesem Jahr um das Gütesiegel „Umweltschule“ bewerben will…


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