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Leser-Echo - Ausgabe 07.11.2018

zum Artikel „Überfälliger Schritt in Volksdorfs Osten“ vom 31. Oktober 2018

Wie bei so mancher Maßnahme im Zusammenhang mit „Verkehrsberuhigung“ hat man auch in diesem Fall nicht „zu Ende gedacht“. Es ist nicht damit getan, einfach ein Tempolimit einzuführen, ohne die übrigen Verkehrs-und Straßenverhältnisse mit zu berücksichtigen, denn gerade durch die Kindergärten, deren Existenz ja wohl wesentlich zu dieser Maßnahme bei­getragen hat, wird die Effektivität einer Dreißigerzone infrage gestellt.
Das Problem besteht darin, dass durch die Kitas ein ­erhöhtes Parkaufkommen entstanden ist, das die von der Eulenkrugstraße kommenden Verkehrsteilnehmer hinsichtlich des bevorrechtigten Gegenverkehrs vor folgende Schwierigkeiten stellt:
Die parkenden Autos stehen oft in langer, lücken­loser (!) Reihe, sodass eine Vorbeifahrt ohne Ausweichmöglichkeit zur echten ­Herausforderung wird, da
in den meisten Fällen nicht damit zu rechnen ist, dass der bevorrechtigte Gegenverkehrsteilnehmer auf sein Vorfahrtsrecht verzichtet (Sturheit siegt in unserer Ellbogengesellschaft). Die Folge ist, dass versucht wird, so schnell wie möglich an dieser Parkreihe vorbeizukommen, was natürlich nicht dem Sinn einer Dreißigerzone entspricht.
Um diesem Problem etwas entgegenzuwirken, wäre es durchaus sinnvoll, in gewissen Abständen „Ausweichbuchten“ in Form von ­Parkverboten zu schaffen – damit wäre die Situation erheblich entschärft und die Akzeptanz gegenüber dem Tempolimit eher gegeben.


Harry Jungk,
22359 HH-Volksdorf