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15 Stolpersteine leuchten im Dunklen - Ausgabe 07.11.2018

Auch im Alstertal und in den Walddörfern wird der ­Reichspogromnacht vor 80 Jahren gedacht

Walddörfer/Alstertal – Vor genau 80 Jahren ging der 9. November als Tag der deutschen Schande in die Geschichte ein: An diesem Tag zerstörten Nazis und ihre Mitläufer nicht nur besonders ausgewählte Geschäfte und Synagogen.

Sie begannen an diesem Tage quasi – für alle offensichtlich – mit der systematischen Vertreibung und Vernichtung jüdischen Lebens. Überall wird dieser Schandtaten am kommenden Freitag gedacht. Alle Bürger sind aufgerufen, ein Zeichen gegen – leider auch heute wieder allenthalben auftauchenden – Fremdenhass zu setzen.

Wissen über die ehemaligen Nachbarn

Gerade an Orten, die an das Leben erinnern sollen, kann dies dank des Geschichtsraums Walddörfer besonders begangen werden: Gemeinsam mit Schülern des Walddörfer-Gymnasiums, so erzählen es die Organisatoren Ulla und Klaus Pietsch sowie Eva Lindemann, werden an 15 bereits verlegten Stolpersteinen Menschen als eine Art Mahnwache stehen und diese beleuchten. „Volksdorf leuchtet“, so der Name der Aktion, die erstmals durchgeführt wird. „Jeder darf sich neben einen Stolperstein stellen. Mit oder ohne Windlicht“, so die Geschichtsraum-Gründer. „Dann gibt es etwas über die ehemaligen Nachbarn zu erfahren.“
Horstlooge 35, Im Alten Dorfe 61, Wulfsdorfer Weg 79, Im Allhorn 45, Mellenbergweg 55, Lerchenberg 18/20, Pusbackstraße 38, Hasselwisch 5, Lottbeker Weg 24, Schleusenredder 23, Meiendorfer Weg 61 und Kastanienweg 5: Fast alle dieser Orte haben es dem Geschichtsraum Walddörfer zu verdanken, dass Stolpersteine an die wichtige Geschichte erinnern. Zusätzlich wird auch an der katholischen Gemeinde Heilig Kreuz (Farmsener Landstraße 181) des ­jüdischen Lebens in unseren Stadtteilen gedacht. (büh)


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