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Poppenbüttel Spitzenreiter bei Corona-Soforthilfe

9. September 2020

Insgesamt 3300 Anträge aus Hamburgs Nordosten

Walddörfer/Alstertal Mit der Corona-Soforthilfe sollten die Folgen des Lockdowns und der Corona-Pandemie abgemildert werden. Allein aus Hamburgs Nordosten sind 3300 Anträge eingegangen.  Die Liste führt Poppenbüttel an, gefolgt von Sasel und Volksdorf.

Von Susanne Holz

Der Hamburger Senat hat vor gut sechs Monaten einen Corona-Schutzschirm aufgespannt. Mit einer Reihe von Unterstützungsangeboten für die Wirtschaft, Vereine, Institutionen und Kulturschaffende sollten die Auswirkungen der Pandemie und des wochenlangen Lockdowns abgefedert werden. Der erste Kassensturz zeigt: Bislang wurden hamburgweit Hilfsmaßnahmen in Höhe von rund 4,5 Milliarden Euro auf den Weg gebracht. Allein aus den Walddörfern und dem Alstertal gingen 3.300 Anträge auf die Soforthilfe ein.

Wohldorf-Ohlstedt bildet Schlusslicht

In Poppenbüttel wurden 765 Anträge eingereicht – der Stadtteil führt damit die Antragstabelle an, gefolgt von Sasel, wo 1.182 Menschen um ihren Arbeitsplatz bangten, 595 Anträge kamen von dort. Unter die Top Drei fällt auch Volksdorf mit 540 Anträgen (992 Betroffene). Aus Wohldorf-Ohlstedt gingen mit 146 Anträgen die wenigsten ein, betroffen waren und sind 270 Menschen.

Auffällig: Die größte Gruppe der Antragsteller bilden Solo-Selbstständige. Von Poppenbüttel über Hummelsbüttel bis zu Lemsahl-Mellingstedt waren und sind sie am meisten betroffen. 2.215 von insgesamt 3.300 Anträgen entfallen auf sie. Arg gebeutelt war während des Lockdowns auch die Gas-tronomie. Zahlen aus Volksdorf und Lemsahl-Mellingstedt zeigen, wie sehr eine ganze Branche unter der Schließung der Restaurants, Kneipen und Cafés gelitten hat. Allein aus diesen beiden Stadtteilen reichten 48 Wirte Anträge ein.

Sie alle profitieren nun von Hamburgs Rettungsschirm in Höhe von  4,5 Milliarden Euro. Doch wie setzen sich die genau zusammen? Den größten Anteil haben, so Hamburgs Finanzbehörde, die steuerlichen Hilfen: In 105.000 Fällen wurden Steuer-Vorauszahlungen in Höhe von 2,65 Milliarden Euro herabgesetzt. Insgesamt haben die steuerlichen Hilfen eine Finanzwirksamkeit von 3,85 Milliarden Euro. Im Rahmen der Ende Mai ausgelaufenen Hamburger Corona-Soforthilfe wurden rund 520 Millionen Euro ausgezahlt (davon rund 208 Millionen Euro Landesmittel). Ein weiteres Angebot umfasst die Stundung von Mieten.

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Last modified: 9. September 2020

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