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Rehagen: Baustopp für zweiten Bauabschnitt

Hummelsbüttel/Langenhorn – Der Verein zur Erhaltung der Hummelsbütteler Feldmark und der Hamburger Landschafts- und Klimaschutzverband haben Strafantrag gegen Bürgermeister Olaf Scholz (SPD), seine Stellvertreterin Katharina Fegebank (Grüne), SPD-Fraktionschef Andreas Dressel, Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne), Bausenatorin Dorothee Stapelfeldt, den Wandsbeker Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff (beide SPD) und gegen Unbekannt gestellt. Wie mitgeteilt wird, ist der Hintergrund der Beginn der Wege- und Tiefbauarbeiten auf dem östlichen Teil des umstrittenen Bauprojekts Rehagen. Die Umweltschützer sehen in dem großflächigen Abtragen des Humus und den Tiefbauarbeiten eine Verletzung mehrere Naturschutzgesetze.
Das Bezirksamt hatte sich zu Baubeginn auf einen Beschluss der Hamburgischen Bürgerschaft (Drucksache 21/5231) berufen, die westlich der Erschließungsstraße gelegenen vier der insgesamt acht Wohngebäude für die Unterbringung von geflüchteten Personen und Asylbegehrenden zu nutzen. Für diese Bebauung sei bereits auf Grundlage von § 246 Absatz 14 BauGB durch das Bezirksamt eine Genehmigung erteilt worden. Die östlich der Erschließungsstraße geplanten vier Gebäude sollten dem regulären Wohnungsmarkt zur Verfügung stehen. Als Grundlage für eine entsprechende Genehmigung sei ein Bebauungsplan Hummelsbüttel 28 aufgestellt worden.
Der Verein zum Erhalt der Hummelsbütteler Feldmark hatte dagegen von einem „Baubeginn ohne Baugenehmigung“ gesprochen. Neben der vollständig hergerichteten zweiten Baustraße seien hier bereits die neuen Baufelder abgeschoben worden, ohne dass für sie ein Bebauungsplan existiere oder eine Baugenehmigung erteilt worden sei. Dies stelle den Tatbestand des Bauens ohne Baugenehmigung dar. Außerdem sehe man durch das großflächige Humus-Abtragen mehrere Naturschutzgesetze verletzt. Mit ihrem Einschreiten waren die Umweltschützer jetzt erfolgreich: Zum 2. März wurde ein Baustopp für den zweiten Bauabschnitt verhängt, dieser wird lediglich vorbereitet, eine Bestätigung vom Bezirksamt Wandsbek liegt vor.
(fbt/sl)


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