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Sasel macht das Spiel – und der Gegner die Tore

Sasel – Erst 3:4 gegen Teutonia 05, dann 1:2 gegen den VfL Pinneberg, und jetzt 1:4 gegen den Niendorfer TSV – die Oberligafußballer des TSV Sasel haben auch ihr drittes Heimspiel nach der Winterpause verloren. Weshalb, wusste am Ende keiner so recht. „Hier hat heute nicht die bessere Mannschaft gewonnen“, gab selbst Niendorfs Trainer Ali Farhadi zu. „Sasel war bärenstark und hat uns schwer unter Druck gesetzt.“ In einer Hinsicht waren die Gäste allerdings klar überlegen: „Sie haben ihre Chancen gnadenlos effektiv genutzt“, sagte Sasels Trainer Danny Zankl. Adam Benn (20. Minute) und Leon Meyer (44.) trafen für die Niendorfer jeweils per Kopfball zur glücklichen Pausenführung.
In der zweiten Halbzeit das gleiche Bild: Sasel machte das Spiel, und der Gegner die Tore. Dem dritten Treffer ging allerdings ein umstrittener Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Alexander Nehls voraus, der Zankl so in Rage brachte, dass er seine Trinkflasche wütend auf den Boden warf. Daraufhin wurde der Coach vom Unparteiischen auf die Tribüne geschickt. Niendorfs Kapitän Benn verwandelte den Strafstoß zum 0:3, Ilyas Afsin (73.) erhöhte anschließend sogar auf 0:4.
Die Platzherren gaben jedoch nicht auf und wurden für ihre Moral zumindest noch mit dem schönsten Tor des Spiels belohnt: Bünyamin Balat traf aus 18 Metern genau in den Winkel (82.). Kurz zuvor war Benedikt Neumann-Schirmbeck per Elfmeter an Niendorfs Schlussmann Marcel Kindler gescheitert (80.). In der 88. Minute verhinderte das Aluminium Balats zweiten Treffer.
Trainer Zankl wollte seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen: „Das Ergebnis müssen wir erst einmal verdauen“, sagte er. „Aber spielerisch und von der Mentalität her war das super.“ In der Tabelle bleibt der Aufsteiger Sechster. Mit einem Sieg am Sonnabend (15 Uhr, Gramkowweg) beim SV Curslack-Neuengamme wäre jedoch der Sprung auf Rang fünf möglich. (HA)



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