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Leser-Echo

zur Bebauung Buchenkamp und Eulenkrugstraße (u. a. Artikel „Wenig Aufregung in der Villa“ vom 29. November 2017)

Wer die Stadtteilkonferenz besucht hatte, musste sich wundern, wie wenig kontrovers diskutiert wurde. Dabei gibt es genügend brisante Projekte, die den Stadtteil nachhaltig verändern werden. Nach dem Teilverkauf des Ferck’schen Hofs kommt nun neben der dubiosen „Ökobau“ eine rechtlich erfahrene Kommanditgesellschaft als Verhandlungspartner des städtebaulichen Vertrags hinzu. Die Durchsetzung der zu fordernden Ausgleichsmaßnahmen wird das erschweren, und die ­Naturschutzverbände sind aufgerufen, unnachgiebig für die Natur zu verhandeln. Das HzHG als Betreiber der Demenz-WG plant ein Gebäude, das mit Kompaktheit den Knick beeinträchtigt und undurchlässig für wandernde Amphibien ist. Die optisch offene Gebäude­anordnung, wie sie im Stadtteil gewünscht wird, würde so wirtschaftlichen Interessen zum Opfer fallen, wenn die Planung nicht über­arbeitet wird. Unübersehbar haben die Arbeiten für die öffentlich-rechtliche Unterkunft begonnen. Wer das Ausmaß der Erdarbeiten gesehen hat und weiß, dass die Infrastruktur laut Mietvertrag im Boden bleiben darf, dem kommen Zweifel, ob diese Fläche wirklich nur temporär mit Unterkünften bebaut werden soll. Politik und Verwaltung haben öffentlich die Zusage zur ­Renaturierung gegeben und wollen sie rechtsverbindlich so festschreiben, dass die Kosten auch nach Eigentümerwechsel von diesem übernommen werden. Leicht wird das nicht, aber die Glaubwürdigkeit von rot-grüner Politik wird daran in Volksdorf zukünftig gemessen werden.

Dr. Ann-Carolin Meyer,
Bürgerinitiative ­Lebenswerter Buchenkamp

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