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Staatsschutz ermittelt nach Anschlag auf Dressels Haus

Volksdorf – Auf das Wohnhaus von SPD-Bürgerschaftsfraktionschef Dr. Andreas Dressel wurde in der Nacht zu Montag, 30. Oktober ein Farbanschlag verübt.

Vier Weckgläser mit Farbe ­verursachten einen nicht ­unerheblichen Sachschaden an dem Gebäude. Der Staatsschutz der Hamburger Polizei hat, wie in solchen Fällen ­üblich, Ermittlungen aufgenommen.
Vergangenen Freitag nun veröffentlichten die mutmaßlichen Täter auf der linksgerichteten Online-Plattform indymedia.org – eine andere Sektion der Website war Ende August von Bundesinnenminister Thomas de Maizière verboten worden – ein ano­nymes Bekennerschreiben, in dem sie sich unmissverständlich auf den außer Kontrolle geratenen G20-Gipfel Anfang Juli beziehen: „Um unsere Solidarität mit den G20 Gefangenen (sic!) auszudrücken, ­haben wir den SPD-Fraktionsvorsitzenden Andreas Dressel angegriffen, der sich wie andere an der Hetze nach dem Gipfel beteiligt hat. Wir haben sein Haus (…) mit roter Farbe beworfen.“ Dressel habe zusammen mit Grünen-Fraktions­chef Anjes Tjarks nach dem G20-Gipfel im Schanzenviertel „die Klinke putzen und die Wogen glätten“ müssen. „Er befürwortete eine völlige Isolierung der linken Szene und eine Beendigung der ,Sympathie für linksextreme Gewalt‘“.
Dressel selbst, auf dessen Haus bereits im November 2013 ein Farbanschlag verübt worden war, wollte die aktuelle Attacke nicht kommentieren. Aus SPD-Fraktionskreisen verlautete indes, Taten wie diese seien durch nichts zu rechtfertigen: „Nur wer keine Argumente hat, begeht solche Anschläge. Wir werden uns durch solche Taten nicht einschüchtern lassen.“ (os)


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