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Schule Redder feiert Partnerschaft mit ecuadorianischer Schule

Von Daniela Maria Hübsch

Sasel – Mit einer gelungenen Auftaktveranstaltung hat die Grundschule Redder kürzlich ihre neue Partnerschaft mit der ecuadorianischen Schule Jesús de Nazareth eingeläutet. Ziel ist, den südamerikanischen Schülern durch Patenschaften und Projekte den Weg zu guter Bildung und in eine bessere Zukunft zu ebnen.
Ungefähr 500 Schüler und Eltern verfolgten gespannt das Nachmittagsprogramm in der Aula der Schule. Der feierliche Anlass, die Vorstellung der neuen Partnerschaft mit der Schule Jesús de Nazareth im Armenviertel von Guayaquil, der größten Stadt Ecuadors, war in ein buntes und lebendiges Programm eingebettet: Lateinamerikanische Tänze, Gesang und Musik begeisterten das Publikum genauso wie Landes-Spezialitäten für den Gaumen. In kleineren Vorträgen stellten die ecuadorianischen Vertreter ihre Schule vor.
Gelder für die Partnerschule
„Uns geht es hier so gut, wir wollen etwas tun.“ meint Schulleiter Gunnar Hümme. Zusammen mit dem Elternrat will die Schule Redder Patenschaften für die ecuadorianischen Schüler vermitteln, Spendenaufrufe starten und mit Schulprojekten Gelder für die Partnerschule sammeln.

Bildung für die Ärmsten

Die Schulgründerin selber, Margarita Richard, eröffnete die Feier mit einem folkloristischen Puppentanz. 1988 gründete die aus ärmsten Verhältnissen stammende Grundschullehrerin ihre Schule in Guayaquils Armenviertel. Bis dahin gab es dort keine Schule. Sie wollte den Kindern des Viertels Schulbildung ermöglichen. Margarita fand ein freistehendes Grundstück, überredete die Gemeinde, es ihr zur Verfügung zu stellen, baute dort von ihren Ersparnissen eine Bambushütte und richtete sie mit einfachen Schulmöbeln ein.
Rasantes Wachstum

Schnell kamen 25 Schüler, ein Jahr später schon doppelt so viele. Zwei weitere Hütten wurden gebaut, mehr Schüler kamen. Leider wurde das Geld knapp. Um für Spenden und Patenschaften zu werben, ging die quirlige Schulgründerin 1992 nach Deutschland.
Fundraising von Hamburg aus
Seit 1996 lebt und arbeitet Margerita in Hamburg. Anfangs als Putzfrau, nach ein paar Jahren als Tagesmutter. Alles immer neben dem Management ihrer Schule, an der inzwischen zehn Lehrer unterrichten. Von ihren Honoraren behält sie nur das Notwendigste. Der Rest kommt den Schulkindern in Guayaquil zugute. Inzwischen hat die Schule Jesús de Nazareth 233 Schüler. Für 121 Schüler sucht sie noch Paten, die mit 30 Euro monatlich einem Kind den Schulbesuch sichern. Ab sofort steht ihr auch die Schule Redder zur Seite.

Weitere Infos www.schule-redder.hamburg.de


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