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„Lemsahl Hilft“ zieht positive Halbzeitbilanz

Von Antje Oliva

Lemsahl-Mellingstedt - Das Organisationsteam des Vereins Lemsahl hilft e. V. traf sich vergangene Woche, um Bilanz zu ziehen und zukünftige Aktivitäten zu planen.
Der Verein, der die Flüchtlingsunterkunft am Fiersbarg betreut, blickt nun auf fast eineinhalb Jahre erfolgreiche Tätigkeit zurück. Bereits im Juni 2016 wurden die ersten Freizeitangebote von den vielen ehrenamtlichen Helfern auf die Beine gestellt.
Deutschkurse, eine Fahrradwerkstatt, Begleitung zu den Kindersportangeboten des LSV sind nur einige der einfallsreichen und gut besuchten Aktivitäten.

Normalität überdeckt die Dringlichkeit des Ehrenamtes

„Inzwischen ist so etwas wie Normalität bei den Flüchtlingen, den Johannitern, die die Anlage betreiben und den ehrenamtlichen Helfern eingekehrt“, so Andreas Horchler, Mitbegründer des Vereins Lemsahl hilft (LH). „Das ist einerseits erfreulich, bedeutet aber für uns, dass sich immer weniger Lemsahler engagieren, weil alle denken, es läuft ja.“

Immer wieder Helfer gesucht

Dabei werden für einige wichtige Angebote immer wieder Helfer gesucht. Die zurzeit zweimal wöchentlich stattfindende Teestube, ein beliebter Treffpunkt für die Bewohner, sucht dringend Mitstreiter. Auch die Gruppe „Formularhilfe“, die montags beim schwierigen Ausfüllen unzähliger Formulare hilft, kann Unterstützung gebrauchen. „Wir würden gerne einen zweiten Termin pro Woche anbieten, weil der Bedarf sehr groß ist“, so Andrea Fleischmann von LH.

Halbzeit ist erreicht

Die vergangenen 16 Monate sind schnell vergangen. Laut Bürgervertrag der Stadt Hamburg soll das Camp spätestens im Januar 2019 geschlossen werden.
„Es bleibt uns also noch ein gutes weiteres Jahr, in dem wir viel vorhaben, um den derzeit ca. 370 Flüchtlingen den Start in ihre neue Heimat zu erleichtern“, sagt Andreas Horchler. Neben den bereits genannten Aktivitäten sollen auch die Kinderbetreuung und der Frauenraum weiter gehen. Das Sportangebot soll um einen Lauftreff erweitert werden.

Kochprojekte fördern die Kommunikation

Besonders beliebt bei den Bewohnern ist das gemeinsame Kochen. „Es fördert die Kommunikation zwischen Einheimischen und den Flüchtlingen“, so Bettina Steller, die zweimal wöchentlich Kochprojekte organisiert. Und im Advent ist wieder das Knusperhäuschen backen geplant, das im letzten Jahr schon ein großer Erfolg war.


Weitere Infos unter: www.lemsahl-hilft.de
Kontaktadresse für interessierte Helfer: koordination@lemsahl-hilft.de


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