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Gymnasium Buckhorn sahnt ab bei Geschichtswettbewerb

Volksdorfer Schüler profilieren sich als „Landesbeste Schule Hamburgs“

Volksdorf – Er gilt als der größte historische Forschungswettbewerb für Kinder und Jugendliche: der thematisch äußerst anspruchsvolle Geschichtswettbewerb der Hamburger Körber-Stiftung und des Bundespräsidialamts.
Bereits seit 1973 findet er alle zwei Jahre statt. Das Thema in diesem Jahr: „Gott und die Welt. Religion macht Geschichte.“ Die Leistungen der Buckhorner Schüler und Schülerinnen konnten sich wahrhaftig sehen lassen: Viele von ihnen wurden für ihr Engagement und ihre Beiträge mit einer Teilnahmeurkunde ausgezeichnet, neun Schülerinnen und Schüler erhielten für ihre qualitativ hochwertigen Arbeiten sogar Förder- und Landespreise.

Die Förderpreisträger

Die Bandbreite der Arbeiten war enorm: Die Themen reichten vom Fußball als Ersatzreligion (Christopher Grell, Klasse 9) über das Rauhe Haus im Nationalsozialismus (Leonie Oelschlägel, Klasse 11), das Schicksal „nichtarischer“ Christen im NS-Staat (Sophie Smith, Klasse 11) bis hin zum Ev. Amalie-Sieveking Krankenhaus (Luca Kienert, Klasse 9) und zum Wandel der Bahnhofsmission (Julia Münster, Klasse 11). Alle fünf wurden mit einem Förderpreis (je 100 Euro) ausgezeichnet. Keiner der Beiträge wäre ohne intensive Recherche und einen kritischen Umgang mit dem Archivmaterial möglich gewesen. Das hoben auch die Veranstalter des Wettbewerbs hervor: Gerade in Zeiten von Fake News sei die Notwendigkeit hoch, unter Beweis zu stellen, dass man sich ein eigenes Bild von den Sachverhalten machen könne.

Die Landespreisträger

Als thematisch vielfältig und anspruchsvoll wurden auch die Beiträge der vier jungen Landespreisträger (je 250 Euro) bewertet. Auch die Art der Darstellung der eigenen Forschungsergebnisse basierend auf intensiver Recherche überzeugte: So arbeitete Hendrik Bodewig (Klasse 11) die Geschichte der Zeugen Jehovas zur Zeit des Nationalsozialismus in Form eines Graphic Novel auf, Ben Witzke (Klasse 8) nahm seine eigene Konfirmation zum Anlass, die Konfirmation im Wandel der Zeit seit 1945 zu untersuchen, Katinka Kalusche (Klasse 12) erforschte anhand der Biographie des Gemeindepastors Peter Hansen Petersen Ausprägungen konformen und non-konformen Verhaltens im Nationalsozialismus und Jule Grossmann widmete sich der Frage, inwiefern die lutherisch geprägten Orte Hamburg und Altona in der Frühen Neuzeit gegenüber anderen christlichen Konfessionen tolerant waren.
Und noch jemand war maßgeblich am Erfolg beteiligt: Eilert Mittwollen, Lehrer für Geschichte und Wirtschaft/Politik, der Tutor aller neun Preisträger ist und sie auch fachlich betreute.
Herzlichen Glückwunsch! (sl)


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