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Das sagen andere

Thilo Kleibauer, CDU-Bürgerschaftsabgeordneter für Alstertal und Walddörfer:
„Als Rot-Grün in Wandsbek vor einem Jahr die Einigung zur Fläche Eulenkrugstraße verkündet hat, lagen offenbar bereits massive Warnungen der Verwaltung zu den Forderungen der Grundeigentümer vor, die komplett ignoriert wurden. Die Recherchen des NDR machen deutlich, dass hier ein völlig fragwürdiger Mietvertrag zulasten der Stadt abgeschlossen wurde, bei dem in kurzer Zeit ein Mehrfaches des Grundstückswerts als Miete gezahlt wird. Offensichtlich hat hier Andreas Dressel als SPD-Fraktionsvorsitzender die Miethöhe weitgehend selbst mit dem Grundeigentümer verhandelt und dann die Verwaltung massiv zum Vertragsabschluss gedrängt. Das ist völlig inakzeptabel und skandalös. Hier werden alle Grundsätze der Gewaltenteilung zwischen Senat und Parlament missachtet. Dies wirft auch
ein ganz schlechtes Licht auf das laufende Bebauungsplan-­Verfahren am Buchenkamp, bei dem für denselben Grundeigentümer Baurecht geschaffen werden soll. Es kann nicht sein, dass auch hier Rot-Grün im Hinterzimmer fragwürdige Vereinbarungen aushandelt. Dieser Vorgang muss jetzt schnell und umfassend aufgeklärt werden, um ein Mindestmaß an Vertrauen in ordentliche Verwaltungsvorgänge wieder herzustellen. Dafür haben wir bereits die Vorlage sämtlicher Akten im Rathaus beantragt.“


Dr. Ann-Carolin Meyer, Natur- und Landschaftsführerin und Kennerin des Gebiets:
„Mich persönlich wundert, dass keine Querverbindung zur ­geplanten Bebauung des Ferck’schen Hofs gezogen wird. Auch dort wird die Stadt mit demselben Eigentümer einen ,Städtebaulichen Vertrag‘ aushandeln, in dem unter anderem die naturschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen und ihre Durchsetzung, sprich Vertragsstrafen, geregelt werden sollen. Wenn das nicht hart und unnachgiebig verhandelt wird, sieht es für die Natur- und Kulturlandschaft Tonradskoppel düster aus. Vergessen sollten alle Beteiligten auch nicht, dass sich Flurstück 270 und die ­Flächen des Ferck’schen Hofs in einem Landschaftsschutz­gebiet befinden.“


Christiane Blömeke, stellver­tretende Fraktions­vorsitzende der Grünen in der Hamburger Bürgerschaft und Wahlkreisabgeordnete:
„Nach einer langwierigen Flächensuche war das Flurstück 270 an der Eulenkrugstraße das einzige, was bei unseren Verhandlungen vor Ort im Konsens mit den Initiativen machbar und auch unter Naturschutzgesichtspunkten akzeptabel war. Auch der BUND und die Umweltbehörde haben einer Nutzung zugestimmt. Damit waren wesentliche Aspekte, auf die wir Grünen in den Verhandlungen besonders Wert gelegt haben, erfüllt. Zusätzlich ist es unser erklärtes Ziel, die Flüchtlingsunterbringung gerecht über ganz Hamburg zu verteilen. Da kann Volksdorf nicht ausgenommen werden. Wir wissen gleichzeitig, dass dies teilweise mit erhöhten Kosten verbunden ist, beispielsweise bei dem Grundstück an der ­Eulenkrugstraße. Die Pachtkosten von bis zu 90.000 Euro im Jahr sind wahrlich kein Pappenstiel, und natürlich wäre weniger besser, aber nach einer Wirtschaftlichkeitsberechnung von fördern und wohnen liegt der Standort bezogen auf ganz Hamburg im Mittelfeld der Kosten. Vor diesem Hintergrund halte ich die Nutzung und die Grundstückspacht für politisch vertretbar.“


Klaus Schomacker von der Volksinitiative „Hamburg für gute Integration“:
„Bei den Kosten sollte man nicht nur auf den Pachtpreis schauen, sondern sich neben der zweifellos gegebenen Wirtschaftlichkeit der Volksdorfer Unterkunft fragen, wie die Kosten einer gescheiterten Integration wären! (…) Die Voraussetzungen für gute Integration sind mit Blick auf ­Sozial- und Infrastruktur an diesem Standort gegeben. Das liegt auch daran, dass hier sehr früh mit der Initiative ­Lebenswerter Buchenkamp gemeinsam nach einer Lösung gesucht wurde. Damit wurde eine sehr gute Grundlage für Nachbarschaft gelegt. (…) Solche Beispiele sollten weniger Anlass für Kritik geben, sondern eher in ganz Hamburg Schule machen.“


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