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Wohnungseinbrüche in Alstertal und Walddörfern steigen weiter

2016 Rückgang im Hamburg-Schnitt, aber Zunahme vor allem in Bergstedt, Lemsahl-Mellingstedt, Volksdorf und Wellingsbüttel

Alstertal/Walddörfer – Auch 2016 war im Hamburger Nordosten ein gutes Jahr für Einbrecher – ein schlechtes hingegen erneut für Eigen­tümer und Mieter.

Während die Fälle von Haus- und Wohnungseinbruch auf ganz Hamburg bezogen im vergangenen Jahr laut Polizeilicher Kriminalstatistik merklich gesunken sind, ist eine ins­gesamt weiter deutliche Zunahme im Alstertal und den Walddörfern zu verzeichnen.

Fast 50 Prozent mehr Einbrüche in Bergstedt

Wie aus der aktuellen Antwort des Senats auf eine Schriftliche Kleine Anfrage des CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Dennis Thering hervorgeht, stiegen die ohnehin schon hohen Einbruchszahlen im Wahlkreis Alstertal und Walddörfer 2016 noch einmal um 8 Prozent. Wurden im Jahr 2015 noch 631 Einbrüche registriert, waren es zwischen Januar und Dezember 2016 schon 682. Die Auf­klärungsquote lag mit 16 Prozent auf einem niedrigen ­Niveau, damit aber immerhin noch höher als im hamburgweiten Schnitt von 11,9 Prozent. Von einem starken Anstieg der Einbruchszahlen betroffen sind vor allem die Stadtteile Bergstedt mit einem Plus von 46,8 Prozent, Lemsahl-Mellingstedt mit +34,5 Prozent, Volksdorf mit +17,9 Prozent und Wellingsbüttel mit +12,8 Prozent. Steigende Zahlen gab es auch in Sasel, rückläufige hingegen in Poppenbüttel und Wohldorf-Ohlstedt, eher konstante in Hummelsbüttel und Duven­stedt (siehe im Einzelnen die Übersicht am Ende des Artikels auf Seite 7).

CDU bemängelt Aufklärung

Für seinen Wahlkreis bilanziert Thering, es werde „immer unsicherer, im Alstertal und den Walddörfern zu leben. Der rot-grüne Senat bekommt die Einbruchskriminalität zumindest bei uns im Hamburger Norden trotz medienwirksamer Sonderermittlungskommissionen nicht in den Griff. Ganz im Gegenteil: Es ist erschreckend, dass die ohnehin hohe Zahl an Wohnungseinbrüchen 2016 weiter zugenommen hat.“ Die Aufklärungsquote dieser Fälle bewertet er als kläglich: „In Poppenbüttel zum Beispiel wurden gerade einmal zwei von 68 Fällen aufgeklärt, in Bergstedt war es kein einziger. Neben dem materiellen Schaden durch Einbrüche entstehen vor allem dauerhafte seelische Belastungen für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger.“

Mehr Mittel für Polizei gefordert

Den Senat fordert Thering auf, „endlich wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen und die Verantwortung nicht auf die Bürger abzuwälzen. Einbruchsprävention ist zwar wichtig, ohne mehr Polizisten auf den Straßen wird es jedoch nicht gehen.“ Die CDU fordert eine deutliche Auf­stockung des Personals bei der Polizei und eine umfassende technische Aufrüstung, inklusive moderner Analyse­software zur Bekämpfung von Wohnungseinbrüchen. „Ich möchte, dass die Menschen ohne Angst ihr Haus betreten und ruhig schlafen können. SPD und Grüne ­müssen jetzt alles dafür tun, damit die Bürgerinnen und Bürger ihr Vertrauen in den Rechtsstaat nicht verlieren“, appelliert der Wahlkreisabgeordnete an die regierenden Parteien. (os)


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