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SPD-Hoffnungsträger Martin Schulz in Lemsahl-Mellingstedt

Kanzlerkandidat begrüßte neue Parteimitglieder und setzte thematische Impulse

Lemsahl-Mellingstedt – Überraschungsgast in den Walddörfern: Ganz kurzfristig kam Martin Schulz, frisch gekürter Kanzlerkandidat und designierter Vorsitzender der Bundes-SPD, vergangene Woche Dienstag ins „Gasthaus Offen“ nach Lemsahl-Mellingstedt.

Viele Parteieintritte in jüngster Zeit

Seit der Bekanntgabe der Personalie Schulz hat neuer Schwung die Partei erfasst – allein im Bezirk Wandsbek zählt sie mehr als 70 neue Mitglieder. Selbst gerade auf Tour im wahlkämpfenden Schleswig-Holstein, machte der Hoffnungsträger der Sozialdemokraten einen kurzen Abstecher in das nördliche Walddorf, um sich mit den neuen Mitgliedern zu treffen und ihnen die Parteibücher persönlich zu überreichen. Es herrschte eine engagierte Aufbruchsstimmung, die Neumitglieder wurden von ihren Distriktsvorständen begrüßt und zur Mitarbeit vor Ort ­eingeladen. Weit mehr Menschen, als der Saal hätte fassen können, hatten Inte­resse an der Veranstaltung gezeigt.
In seiner etwa 20-minütigen Rede ging der ehemalige ­Präsident des Brüsseler EU-Parlaments auf die Aktualität des Begriffs „Genosse“ ebenso ein wie auf die Geschichte der ältesten demokratischen Partei in Deutschland und
auf sozialdemokratische Kern­themen wie sozialen Wohnungsbau oder gerechte ­Löhne und Steuern. Schulz betonte zudem, Erfahrungen aus der Kommunalpolitik würden bei den Entscheidungen auf höheren Ebenen sehr helfen, da man die Bedürf­nisse der Menschen genau mitbekomme und kenne.

Bundestags-Wahlkampf hat schon begonnen


Die SPD bezeichnete der ­gebürtige Rheinländer als „das Bollwerk gegen Hetze in Deutschland“. Seine Partei, so Schulz in Anwesenheit von Dorothee Martin, der SPD-Kandidatin für den Bundestags-Wahlkreis Hamburg-Nord, sei es Helmut Schmidt schuldig, den Wahlkreis direkt zu gewinnen.
Was das angeht, so dürften die anderen Parteien und deren Kandidaten etwas dagegen haben. Seit Langem ist der Wahlkreis in CDU-Hand, und nachdem Dirk Fischer nach Jahrzehnten nicht wieder für den Bundestag kandidiert, möchte ihm sein junger Parteikollege Christoph Ploß nachfolgen und die Fahne für die Union in Berlin hochhalten. Aber auch andere erhoffen sich natürlich möglichst gute Ergebnisse beim Urnengang am 24. September.
Martin Schulz versprach, wieder nach Hamburg zu kommen. Spätestens in der heißen Phase des Wahlkampfs muss er das auch, wenn er noch mehr Menschen in der Hansestadt von sich und ­seiner SPD überzeugen will. (os)


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