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Zum Artikel „Pferdesteuer als Bumerang für ­Tangstedter Bürger?“ vom 8. Februar 2017

Leser-Echo

In Teilen kann ich die Argumentation der Pferdeeigner sogar nachvollziehen, auch meine Tochter ist eine Reiterin. Allerdings würde ich von den Reiterrinnen und Reitern die gleiche Sensibilität einfordern, wenn es um die Benutzung öffentlicher Wege geht. An vielen Stellen ist es Fußgängern, Radfahrern und auch besonders Müttern mit Kinderwagen nicht mehr möglich, die Wege, die einst gut begehbar waren, zu nutzen. Durch die Reiterei sind die Wege zum Teil unpassierbar geworden.
Ich denke nur an den „Fußweg“ an der Wulksfelder Schleuse: Bis man an die Stelle kommt, wo Reitweg- und Fußweg sich trennen, braucht man, besonders bei nassem Wetter, Gummistiefel. Auch an den Bocksbergen hat der Reitsport sukzessive alle Wanderwege mit Beschlag belegt. Ein Schild (siehe linkes Foto oben) weist auf einen Wanderweg hin, leider ist dieser aber mehr und mehr zu einem „umgepflügten“ Reitweg geworden. Sogar ganz am Rande des Weges, wo sich Fußgänger und Radfahrer einen kleinen Trampelpfad geschaffen haben, wird inzwischen geritten (siehe rechtes Foto). Als ich eine Reiterin ansprach, wa­rum sie denn nun auch noch diesen schmalen Pfad benutzen muss, war die Antwort: „Auf dem breiten Weg wird mir mein Pferd zu schmutzig!“ Es herrschte schlechtes Wetter.
Eine vielleicht ketzerische Frage: Warum sollen Pferdeeigner eigentlich keine Steuern zahlen, allein um die Wege wieder instand zu setzen? Hundebesitzer müssen es doch auch!

Heinz-Werner Steckhan, 22359 Hamburg-Volksdorf

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