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ZEA Ohlstedt wird fristgerecht aufgelöst

Initiativen und Politik haben sich auf Kompromiss geeinigt, kein weiterer Winter in Zelten

Ohlstedt – Seit August vergangenen Jahres stehen auf dem Ohlstedter Platz Zelte, in den Menschen auf der Flucht vor Terror und Krieg Sicherheit finden sollen. Die Unterkünfte sind zwar regendicht, bei ­Starkregen dringt das Wasser aber von unten ein.
Die beiden Ohlstedter Initia­tiven „Hilfsfonds Wohldorfer Wald“ und der BUND Hamburg haben mit den beiden Bürgerschaftsabgeordneten Christiane Blömeke (Grüne) und An­dreas Dressel (SPD) in der ­vergangenen Woche eine ­gemeinsame Erklärung heraus­gegeben.

Gemeinsame Erklärung

Niels Hanßen, Sprecher des ­Initiativen-Netzwerks Runder Tisch Walddörfer: „Die prekäre Erstaufnahme in Zelten am Ohlstedter Platz wird wie zwischen den Verhandlungspartnern vereinbart spätestens am 30. September 2016 geräumt und anschließend zurückgebaut. Aufgrund der veränderten Zugangssituation bei den Flüchtlingen besteht für den Neubau einer Erstaufnahmeeinrichtung an der Hoisbütteler Straße allerdings kein Bedarf mehr, die Planungen ­hierfür werden deshalb nicht weiterverfolgt. Für Folgeunterkünfte besteht in Hamburg weiterhin Bedarf. Deshalb klärt die Klägerseite, ob und wie die Verhandlungen mit der Perspektive einer öffentlich-rechtlichen Unterkunft auf Basis des erreichten Verhandlungsstandes fortgesetzt werden kann und soll. Sollte dazu keine ­Bereitschaft bestehen oder keine Vereinbarung zustande kommen, bleibt das für die
21. Wahlperiode verlängerte Moratorium bestehen.“

Rückbau beginnen

Gespräche mit den Behörden zum Ende der Nutzung des Platzes zum 30. September mit anschießendem Rückbau laufen schon seit einiger Zeit. Die Verwaltung hat erklärt, in ihren internen Planungen das Ende der Nutzung zum 30. September vorzusehen. Es bestehe keine Absicht, erneut mit Zelten in die kalte Jahreszeit zu gehen, wenn das nicht zwingend erforderlich ist, was derzeit nicht gegeben ist. Die Umsetzung wird kurzfristig auch offiziell festgelegt. Der Betreiber muss nun schnell informiert werden. (ed)