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Menschlichkeit und Freude

Bei „Lemsahl-hilft“ und Gut Wulksfelde ist gute Laune Trumpf

Lemsahl – Darf und kann man in diesen Tagen als ehrenamtliche Hilfsorganisation für Flüchtlinge eigentlich auch noch Zuversicht und gute Laune haben?

Nach all den niederschmetternden Pressemeldungen der letzten Wochen? Die Verantwortlichen im Vorstand von „Lemsahl-hilft e.V.“ und die vielen dort engagierten Helfer meinen „ja“.
An dem Vereinszweck, der humanitären Hilfe, hat sich aus ihrer Sicht nämlich dadurch gar nichts verändert. Es geht darum, den geflüchteten Menschen zu helfen, sie zu unterstützen und ihnen die quälende Wartezeit im Lager durch Aktivitäten zu verkürzen. Das galt bisher und gilt auch weiterhin. Und zwar unabhängig von der Frage, aus welchem Grund die Flüchtlinge hier herkommen oder wo sie untergebracht werden.

Einfach da sein

Die freiwilligen Helfer wollen Menschlichkeit leben, Empathie zeigen, Freude vermitteln, einfach da sein und so zur Integration in Deutschland ein klein wenig beitragen – nicht mehr und nicht weniger. Und so gesehen kann das Jahr gar nicht positiver beginnen, denn es gibt offenbar eine ganze Reihe von Menschen, die die Lage ganz genau so sehen: „Es ist beruhigend zu wissen, dass es Menschen und auch Unternehmen gibt, die ungeachtet der politischen Diskussionen und der zutiefst zu verurteilenden Übergriffe Einzelner diesen humanitären Blickwinkel nicht aus dem Auge verlieren“, sagt Ulrike Steffel von Lemsahl-hilft.

Flüchtlingsarbeit sicherstellen

So gab es dann auch für zwei Helfer-Initiativen Ende Januar eine großzügige finanzielle Spende, überreicht durch Rolf Winter, den Geschäftsführer vom Gut Wulksfelde. Er übergab an die Vereine Lemsahl-hilft e.V. und Ohlstedt-hilft e.V. i.Gr. in der Zentralen Erstaufnahme Ohlstedt jeweils einen Scheck über 1.000 Euro, um die Flüchtlingsarbeit vor Ort weiterhin sicherzustellen.
Ganz nebenbei bekamen alle Beteiligten auch noch einen eindrucksvollen Einblick in das Alltagsleben des Flüchtlings-Camps: Sie konnten erleben, wie die Flüchtlinge in kleinen Gruppen Deutsch lernen und besuchten darüber hinaus den Flüchtlingskids-Club. Und noch eine andere Art Alltag war erlebbar: die schneidende Kälte, der Wind, die Nässe und der Matsch in der Zeltstadt: „Wer das einmal mit eigenen Augen gesehen und erlebt hat“, sagt Andreas Horchler, Vorstand von Lemsahl-hilft e.V., „der erkennt, dass wir trotz aller Widrigkeiten und politischen Differenzen auf dem richtigen Weg sind: einfach helfen!“(sl)


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