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Erhalt der Feldmark in Hummelsbüttel

Neuer Verein gegründet, der das Wohnen in dem schützenswerten Areal verhindern will

Hummelsbüttel – Die Suche nach Flächen für großflächigen Wohnungsbau für Folgeunter­künfte führte die Verwaltung auch in die Hummelsbüttler Feldmark. Der Bezirk Wandsbek hat zwei Flächen vorgeschlagen und das Bebauungsplanverfahren eingeleitet, und zwar „ohne nachzuweisen, dass es im zweitgrößten Bezirk der Stadt keine alternativen Flächen gibt, die besser geeignet sind, ohne Rücksicht auf die ökologischen Folgen für die ganze Stadt und ohne ein transparentes Vergabeverfahren zur Bebauung durchzuführen“, so Christiane Wells von der neuen Initiative „Verein zum Erhalt der Hummelsbütteler Feldmark”. „Vielmehr scheint es so, dass der Bezirk darauf verzichtet hat, weitere Flächen zu prüfen”.

Verstoß gegen Konsens

„Die Wahl dieser Flächen verstößt gegen einen jahrzehntelangen Konsens in der Stadtplanung, gegen das Wissen zum Stadtklima und auch gegen die Kriterien, die die Bezirke bei der Flächensuche für festen Wohnraum für Schutzsuchende berücksichtigen sollen”, weiß Wells. Und weiter: „Das sind unter anderen die ökologische Wichtigkeit der Flächen, die vorhandene Infrastruktur und die Möglichkeiten zur Integration in die Bevölkerung des Bezirks. Statt die Unterbringung der Flüchtlinge gesamtgesellschaftlich lösen zu wollen, scheint es eher darum zu gehen, Flächen auszuweisen, die möglichst am Rande des Bezirks liegen. Das wird vor allem im an der Grenze des Bezirks zum Bezirk Nord deutlich und an dem zu Norderstedt liegenden Flurstück 21 mit nur 20! Wandsbeker Einwohnern in der Nähe.”

„Wortbruch des Senats”

Die Menschen sind enttäuscht. Sie werfen dem Senat vor, dass er sich an einige Vereinbarungen des Koali­tions­ver­trags nicht hält. So heißt es im Koalitionsvertrag: „Um die Lebensqualität der wachsenden Stadt auch zukünftig zu erhalten, müssen die Grün- und Erholungsanlagen zudem ausgebaut und die Landschafts­achsen erhalten und ökologisch aufgewertet werden. Landschaftsachsen sind keine Wohnungsbauflächen und sollen erhalten bleiben“.

Vereinsziel

Der „Verein zum Erhalt der Hummelsbütteler Feldmark” will die Feldmark kurzfristig von Bebauung freihalten. Danach ist Ziel des Vereins, die Qualität und den Wert der Feldmark für ganz Hamburg zu stärken, zu fördern und über die Grenzen der anliegenden Stadtteile hinaus bekannt zu machen. „Ziel muss es sein, künftige Bebauung auszuschließen und die Klimaachse für die Stadtbelüftung zu erhalten”, so Christiane Wells abschließend.
Der Vorstand des neuen Vereins besteht aus Sabine Bartel, Dietmar Büchler, Gabriele Hofmeier, Steffen Haack, Klaus Neske und Christiane Wells. Weitere Informationen zum neuen Verein gibt es im Internet unter www.feldmark.info, per E-Mail an kontakt@feldmark.info oder unter Tel. 0152 55 91 64 58. (ed)


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